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Smart Production im Fokus: v.l. Gerhard Schiefer (ANDRITZ), Martin Mayer (Evon), Anthony Jameson (Chusable), Wolfgang Kienreich (Know-Center), Michael Prohammer (EPCOS), Franz Weghofer (Magna Steyr), Rudolf Pichler (TU Graz)

Big-Data-Hotspot in Graz: Mehr als 450 Teilnehmer aus 30 Nationen bei der i-Know

12. Oktober 2017 | 08:10 Autor: Doppelpunkt PR Österreich, Steiermark

Graz (A) Wie aus anonymen Datenmengen ein realer Gewinn für das eigene Unternehmen wird, wurde bei der i-Know präsentiert. Zum 17. Mal holte das Know-Center gemeinsam mit der TU Graz die besten Big-Data-Experten aus aller Welt nach Graz – von Unternehmen wie General Electrics, Sony Music und Magna Steyr ebenso wie von renommierten Forschungseinrichtungen. Graz ist damit für 2 Tage lang der internationale Big-Data-Hotspot.

Was genau hat es eigentlich mit Enterprise 4.0 auf sich? Wie geht man in der Smart Production mit dem Datenschutz um, wie funktioniert erfolgreiches Datamanagement? Und vor allem: Was bringt mir das als Unternehmen? Antworten darauf lieferte die i-KNOW 2017 am 11. und 12. Oktober 2017 im Messe Congress Graz.

Stefanie Lindstaedt, Leiterin des Know-Center: „Dass sich in Big Data für Unternehmen großes Potenzial verbirgt, ist den meisten bereits bewusst. Die Herausforderung liegt aber darin, das individuell richtige Geschäftsmodell daraus zu entwickeln, das Kunde und Unternehmen einen Mehrwert bietet. Datenschutz wird ein immer wichtigeres Thema und die Sensibilität dafür steigt. Gemeinsam mit unseren mehr als 50 Partnern im Big-Data-Network Europe tauschen wir uns zu den neuesten Forschungsmethoden aus. Unser Know-how bieten wir den Unternehmen in unterschiedlichen Kooperationsmodellen an, um regionale KMU ebenso bestmöglich zu unterstützen wie Global Player und Institutionen.“

Produktivität erhöhen
Ein steirisches Unternehmen, das datengetriebene Geschäftsmodelle bereits stark nutzt bzw. im Bereich „Industrial Internet of Things“ vertreten ist, ist ANDRITZ. Gerhard Schiefer in seiner Keynote über „METRIS - The Digital Strategy of Andritz“: „Das von ANDRITZ selbst entwickelte und weltweit vielfach erprobte OPP-System1 befasst sich mit der produktionsbegleitenden Optimierung von Maschinen und Anlagen, durch die die Produktivität und der Ressourceneinsatz in der Produktion deutlich reduziert werden können. Dies spiegelt sich in für den Kunden deutlich mess- und spürbaren Kostenreduktionen wider.“

Geschäftsmodelle verbessern
SWOT-Analyse, Balanced Scorecard, Personas, trenDNA, ... – Möglichkeiten, um seine Geschäftsmodelle zu analysieren und zu verbessern gibt es viele. Allerdings: Nur 1 von 5 KMU nutzen solche Möglichkeiten aktiv, wie eine Umfrage unter europäischen KMU gezeigt hat. Allzu oft, weil es zu aufwändig ist oder man das passende Tool nicht parat hat. Um Unternehmen den Zugang zu „Business Model Innovation“ deutlich zu vereinfachen, hat Harry Bouwman von der Åbo Akademi University Finnland mit seinem Team die Plattform Businessmakeover.eu entwickelt. Auf dieser steht Unternehmen rund 30 Online-Tools für Konkurrenz-, Partner, SWOT- und Trendanalyse, Profit-Kalkulation, dem Erstellen von Personas und Fokusgruppen, Verbessern der Arbeitsflüsse etc. zur Verfügung – inkl. konkreter Fallstudien aus Unternehmen. Die Tools sind einfach aufgebaut und man kommt damit rasch und ohne Umwege zu konkreten Ergebnissen. Harry Bouwman: „Schon eine kleine Anpassung des Geschäftsmodells kann einen positive Auswirkung auf Umsatz und Wachstum haben, KMU können ihren Cashflow verbessern und damit ihre Möglichkeit zu Investitionen.“

Sony Music: Digitalisierung als Glücksfall

„Die Digitalisierung ist keine Gefahr, sie ist ein Glücksfall und der entscheidende Treiber von Wachstum in der Kreativwirtschaft“, zeigt sich Philip Esebeck von Sony Music Entertainment überzeugt. „Noch nie gab es so viele Möglichkeiten Fans Musik zukommen zu lassen. Das ist eine große Chance für die Musikindustrie und das weltweite Wachstum zeigt, dass wir dies nutzen.“ Esebeck über die Vorbildfunktion der Musikbranche: „Die Musikbranche war als erster Wirtschaftszweig von der Digitalisierung betroffen und gilt inzwischen als Role Model. Wir haben aus unseren Erfahrungen der ersten digitalen Dekade gelernt und beobachten sehr genau, wie sich Musikkonsum verändert, was für Player und Angebote im Markt reüssieren und verlieren dabei nie die Künstlerbeziehung aus dem Auge.“ Sony hat unlängst das Artist Portal gelauncht – eine Applikation, mit der Künstler und Managements jederzeit individuell sehen können, wie sich ihre Veröffentlichung entwickelt und zahlreiche Rankings und Analysen abrufen können, die aufzeigen wo und wie sie Buzz erzeugen – und wo nicht: „Abverkaufszahlen, Streamingzahlen aller relevanten Services, die Bewegungen in den Socials, Anzahl an Likes, Fans, Followern sind dabei nur die erste Stufe.“

  • Hannes Robier (Organisator des World Usability Congress, der gleichzeitig mit der i-KNOW stattfindet), Eröffnungs-Keynoter Bruce Horn (Saffron Technology Group), Stefanie Lindstaedt (Leiterin des Know-Center)
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