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Prämierten Lehrlinge mit rund 25.000 Euro: Geschäftsführer Stephan Engelhart und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer (v. l.) (Foto: Wolf)

Oststeirisches Unternehmen setzt britische Raffinierie unter Strom

30. November 2016 | 13:06 Autor: Pichler Österreich, Steiermark


Weiz (A) In Großbritanniens Raffinerien und Taiwans Jetskis steckt ein Stück Oststeiermark: Die Weizer Pichlerwerke reüssieren mit Elektrotechnik-Lösungen international. Das Fundament für diese Erfolge bilden rund 40 Lehrlinge. Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer gratuliert.

Pünktlich eine Woche vor dem Heiligen Abend soll der im einstelligen Millionenbereich große Auftrag der oststeirischen Pichlerwerke in einer Raffinerie in der Nähe der britischen Hafenstadt Liverpool vollständig abgearbeitet sein: Rund 9.000 Meter Kabeltassen, über 93.000 Meter Kabel und über tausende Motoren und Sensoren hat der Betrieb dort in den letzten Wochen im Auftrag eines internationalen tätigen steirischen Anlagenbauers verlegt und montiert. Eine Mammutaufgabe für die rund 21 Mitarbeiter vor Ort – vor allem in Anbetracht der Zeitdauer: „Durch den Projektstart Mitte September war die Bauzeit extrem kurz und dementsprechend eine große Herausforderung“, bestätigt Geschäftsführer Stephan Engelhart.

Ein Viertel Lehrlinge als Basis

Diese hohe Flexibilität des Unternehmens (Umsatz im Vorjahr: 16 Millionen Euro) ist auch auf die Jüngsten des Betriebs zurückzuführen: Nicht weniger als 40 Lehrlinge beschäftigen die Pichlerwerke aktuell – bei insgesamt 160 Mitarbeitern ist das ein Viertel der Belegschaft. „Der Mix aus erfahrenen Fachkräften und flexiblen Lehrlingen ist für solch internationale Projekte und somit für uns als Unternehmen unerlässlich“, weiß Engelhart.

25.000 Euro-Prämie für Lehrlinge

Der Grund dafür, selbst junge Leute auszubilden, liegt für ihn auf der Hand: „Innerhalb der Region ist es sehr schwierig, neue Mitarbeiter zu akquirieren. Wir haben uns daher zur nachhaltigen Strategie entschieden, eigene Fachkräfte aufzubauen“, erklärt der Geschäftsführer. Dafür schaffen die Pichlerwerke entsprechende Anreize: Allein heuer schüttet das Unternehmen rund 25.000 Euro an Prämien für die Lehrlinge aus.

Schickhofer: „Basis für erfolgreiches Berufsleben“

Unterstützt wird diese Ausrichtung auch von Landeshauptmann-Stellvertreter, Michael Schickhofer, der die Auszubildenden bei der aktuellen Verleihung höchstpersönlich prämiert: „Es ist unser Ziel, den Steirerinnen und Steirern Chancen und Perspektiven zu geben. Die Pichlerwerke leisten dafür einen enormen Beitrag. Die Ausbildung der Fachkräfte ist beispielhaft und unseren Kindern wird ein Stück Zukunft gegeben“, so Schickhofer, der hervorhebt: „Diese nachhaltige Verwurzelung der Pichlerwerke ist die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben der Auszubildenden und sorgt für regionale Wertschöpfung." Erzielt wird diese beim 1892 gegründeten Traditionsbetrieb im Übrigen mit einer Exportquote von rund 20 Prozent: „Unser Umsatz wird von Projekten direkt vor der Haustür bestimmt. Internationale Projekte runden unser Auftragsportfolio ab – von der Schweiz über Deutschland und Frankreich bis Portugal konnten wir in den letzten Monaten größere Projekte abwickeln“, unterstreicht Engelhart.

Weizer Know-how für taiwanesische Jetskis

Im Sommer dieses Jahres konnte das Unternehmen sogar bis nach Südostasien abheben: Elektrotechnisches Know-how für Motorenprüfstände in Taipeh, Taiwan, kam direkt aus Weiz. „Konkret ging es dabei um Jetskis“, verrät Engelhart.

Über die Pichlerwerke

Das Unternehmen wurde 1892 gegründet und beschäftigt aktuell rund 160 Mitarbeiter. Rund ein Viertel der Belegschaft sind Lehrlinge. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 16 Millionen Euro. Elf Millionen Euro entfallen dabei auf das Geschäftsfeld industrielle Gebäudetechnik: Darunter fällt etwa die Installation der Energieversorgung, des Lichts oder des Brandschutzes. Der Rest von fünf Millionen Euro wird mit komplexen elektrotechnischen Anwendungen im Anlagenbau erwirtschaftet.

  • Elektrotechnik-Komponenten für die ganze Welt: Jeder Schaltschrank der Pichlerwerke wird in Weiz konzipiert und manufakturiert (Foto: Wolf)
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