< Zurück zur Übersicht

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (li.) und WKO Steiermark Präsident Josef Herk (re.) gratulieren den Nachfolgern des Jahres 2019 (v.l.): Ronald Hohl mit Ehefrau, Christoph Kagerbauer, Birgit und Christoph Rodler.

Rauchfangkehrer Kagerbauer zum „Nachfolger des Jahres 2019" gewählt

29. Oktober 2019 | 16:03 Autor: WKST Startseite, Steiermark

Gnas/Graz (A) Mehr als 27.000 Stimmen wurden im Public-Voting abgegeben, nun gibt es einen Sieger: Der Gnaser Rauchfangkehrer Christoph Kagerbauer wurde zum „Nachfolger des Jahres“ gewählt und durfte sich beim WKO Unternehmertag den „Follow-me-Award 2019“ abholen. Insgesamt wurden vier Preise vergeben. „Diese Auszeichnungen sind ein Ausdruck unserer Wertschätzung für viele Übernehmer, die regional Verantwortung tragen“, betonte WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.

Die „Follow-me-Awards 2019“ sind vergeben und vier Unternehmer aus dem Steirerland wurden stellvertretend für rund 900 Betriebe, die jährlich in der Steiermark an die nächste Generation übergeben werden, ausgezeichnet. Die richtigen Nachfolger finden sich dabei sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie. Bis 2027 stehen laut KMU Forschung Austria rund 5.200 steirische Arbeitgeberbetriebe vor dieser Aufgabe. Zwölf nominierte Nachfolgebetriebe aus allen Branchen und Regionen, die den Generationenwechsel bereits erfolgreich gemeistert haben, wurden im Rahmen der Follow me Initiative für den Follow me Award nominiert. In einem kombinierten Online- und Offlinevoting sammelten die Finalisten im September mehr als 27.000 Stimmen.

Nachfolger des Jahres wird der Gesamtsieger mit den meisten Stimmen. Zusätzlich werden die Platzierten in der Kategorie „familieninterne Nachfolge“ ausgezeichnet. Neben dem Gesamtsieger wird auch der Betrieb mit den meisten Stimmen aus der Kategorie „familienexterne Nachfolge“ als Sieger ausgezeichnet.

Follow me Award 2019 geht an Rauchfangkehrer Christoph Kagerbauer aus 8342 Gnas
Platz 1: Rauchfangkehren bringt Glück
Die Betriebsnachfolger aus der Südoststeiermark sind besonders erfolgreich: Bereits zum siebenten Mal wird einer von ihnen ausgezeichnet – diesmal sogar als Gesamtsieger des Follow me Award zum „Nachfolger des Jahres 2019“. Mit 8.448 Stimmen ist Christoph Kagerbauer der beliebteste Nachfolger der Steiermark.

Ein traditionelles Gewerbe wandelt sich für die Zukunft
„Der Alltag des Rauchfangkehrers wandelt sich: Einerseits machen moderne Werkzeuge die Arbeit leichter. Andererseits sind digitale Lösungen wie das elektronische Kehrbuch sicherlich die Zukunft.“ beschreibt Christoph Kagerbauer seine Perspektiven.
Nach der HTL-Matura hat Christoph Kagerbauer in einem befreundeten Betrieb geschnuppert, die Lehre begonnen und abgeschlossen. „Um einen Beruf kennen zu lernen, muss man sich darauf einlassen und eine längere Zeit ausprobieren, ob es der richtige Weg für einen ist.“ Die Freude für die Arbeit war entfacht und nach der erfolgreichen Meisterprüfung stieg er in den elterlichen Betrieb ein.

Zukunftsthemen Energie und Umwelt
Die Kompetenz für moderne Heizsysteme macht den Beruf des Rauchfangkehrers abwechslungsreich und herausfordernd. „Mir war wichtig, dass wir wieder selbst Lehrlinge ausbilden und gute und qualifizierte Rauchfangkehrer entwickeln, die dann unsere Kunden gut betreuen.“ Die Arbeit wird in jedem Haushalt gebraucht, der persönliche Kontakt mit den Kunden gehört ebenso dazu wie die Höflichkeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit.

Platz 2 für weststeirische Burger
Ronald Hohl „Winzerhof Wiednermichl“ 8564 Krottendorf gewinnt Platz 2 beim Follow me Award 2019
Wieder ist ein Betriebsnachfolger aus der Region Voitsberg ein ausgezeichnetes Beispiel für die ganze Steiermark: Ronald Hohl wird von seinen Gästen im steiermarkweiten Vergleich auf das Treppchen gehoben. Mit 6.305 Stimmen ist der Winzerhof Wiednermichl auf Platz 2 des Follow me Award 2019.

Alles außer gewöhnlich
„Ich liebe Reisen nach Asien und habe viel Inspiration aus aller Welt in den Betrieb meiner Familie eingebracht. Wir sind ein gutes Restaurant mitten in den Weinbergen mit dem rauen Charakter des Barbecues. Und das war erst der Anfang …“

Was als Buschenschank der Großeltern angefangen hat, wurde vom Vater zum Weinbaubetrieb ausgebaut und ist jetzt in den Händen von „Ronnie“ Hohl zu einem angesagten Treff geworden. „Für mich war klar, dass ich mit der Übernahme eine radikale Veränderung der Speisen vornehmen muss, damit der Betrieb von meinem Charakter geprägt ist.“ Und der Erfolg gibt dem Gastronomen mehr als Recht, denn die Umsätze haben sich in den drei Jahren sehr gut entwickelt. Deshalb steht für den Herbst ein Umbau am Plan, der für den Winterbetrieb mehr Platz schaffen wird.

Herbst-Burger „Road-Kill“: Gezupftes Wildschwein mit Rotkraut
Auf den ersten Blick überrascht die Speise- und Getränkekarte im Wiednermichl: Da findet sich die Tom Yam Gung (asiatische Fischsuppe) neben den Kaspressknödeln.  „Mein Konzept richtet sich danach, was junge Menschen gerade gerne Essen oder bereit sind, bei mir auszuprobieren. Und deswegen koche ich asiatisch und zupfe daneben amerikanisches Barbecue.“ Die eigenen Weine behalten dabei ihren Platz neben dem Fichten-Cola und den zehn regionalen Ginsorten.

Platz 3: Rodler-Markt 8224 Kaindorf ausgezeichnet
Christoph & Birgit Rodler gewinnen Platz 3 beim Follow me Award 2019
Dass regionaler Handel beliebt ist und geschätzt wird, das haben die Kunden von Christoph und Birgit Rodler beim Voting zum Follow me Award bewiesen: Mit 5.314 Stimmen gewinnt der Rodler Markt den 3. Platz des Follow me Award 2019.

Gesuchtes und Gesundes – heute und hier
Der Rodler Markt in Kaindorf ist ein Lebensmittel- und Baumarkt, der mit einem treffsicheren Sortiment den täglichen Bedarf abdeckt – und das seit vier Generationen. „Wir haben den Baumarkt umgebaut und in die regionale Versorgung investiert, weil wir wissen, was gebraucht wird und wann.“ erklärt Christoph Rodler den Wachstumsschritt im letzten Jahr. Beeindruckend ist neben der Größe und Geschichte des Betriebes die Verantwortung, die die Familie Rodler auch im Gemeindewesen trägt: Ob die Tiefkühltruhe für das Kindergartenfest gebraucht wird oder der Hubstapler zum Aufbau beim Jakobifrühschopppen, die Rodlers packen mit an.

Ja, das gibt’s bei uns!
Dass man findet, was man sucht, ist für das junge Händler-Ehepaar selbstverständlich. Und dass alles rund um den Einkauf möglichst einfach organisiert wird, daran feilen sie mit viel Herz und Scharfsinn. Über die Herausforderung des Marktes für den Familienbetrieb erzählt Christoph Rodler: „Der Kunde soll sich nur darum kümmern, was er erledigen möchte. Wir als Händler müssen voraussagen können, wann die Waren wo verfügbar sein sollen. Danach richten sich unsere Lieferservices und natürlich die Öffnungszeiten.“

Deshalb kann man einerseits den Einkauf selbst zusammenstellen und sich dann gekühlt liefern lassen. Oder man kann auch nach Geschäftsschluss noch das Arbeitsmaterial abholen, wenn etwas ausgegangen ist oder es die Zeit nicht anders zulässt.

Schwarzer Adler gewinnt Kategorie „Externe Nachfolge“
Der Follow me Award 2019 „Externe Nachfolge“ geht an Lukas Gruber aus 8623 Aflenz Kurort
Der junge Koch wurde zum Follow me Award nominiert und gewinnt mit seiner Betriebsnachfolge im Schwarzen Adler in Alfenz für die Region Bruck-Mürzzuschlag. Mit 1.831 Stimmen ist Lukas Gruber der beliebteste externe Nachfolger der Steiermark.

Täglich frischer Fisch aus eigener Produktion
Die zeitgemäßen Traditionsgerichte im Gasthof Schwarzer Adler in Aflenz genießt man zusammen mit dem Team des fröhlichen Pächters Lukas Gruber unter einer 300 Jahre alten Holzdecke in der Gaststube. „Als Koch will ich kein Chemiker oder Künstler sein. Sondern ich will aus gewachsenen Produkten mit meinem sauberen Handwerk ein g‘schmackiges Gericht auf den Tisch bringen.“ erklärt der leidenschaftliche Fischzüchter, warum er aus der Haubenküche ausgestiegen ist. Er ist überzeugt davon, dass ein ehrliches Stück Fleisch oder Fisch kein Molekular- oder Sous-vide-Kunstwerk sein muss, um ein Genuss zu sein. 

Kochen als ein Handwerk mit dem Gespür für Qualität
Der moderne Leitfaden der Speisekarte lässt einem das Wasser im Mund zusammenrinnen. Mit der souveränen Qualität seiner Erfahrung und einem verschmitzten Lachen überzeugt Lukas Gruber mit seiner Flecksuppe, einem Beuschel oder seinem aktuellen Lieblingsgericht: „Jetzt im Herbst geht nichts über ein knuspriges Saiblingsfilet mit Kürbis: Ich weiß, wie lange der Fisch gewachsen ist. Und ich bin stolz darauf, ihn verarbeiten zu dürfen.“ Der Übergeber suchte aus gesundheitlichen Gründen einen Pächter und so musste die Nachfolge recht zügig über die Bühne gebracht werden.

    Kagerbauer Christoph Helmut

    Gnas 152, 8342 Gnas
    Österreich
    +43 664 9689039

    Details

    Wirtschaftskammer Steiermark

    Körblergasse 111-113, 8010 Graz
    Österreich
    +43 316 601-0

    Details


    < Zurück zur Übersicht