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v.l.: Dr. Georg Bucher, Vorstandsmitglied, Mag. Franz Kerber, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter, Dr. Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender und Sava Dalbokov, MBA, Vorstandsmitglied

Erfolgreiches Geschäftsjahr für die Steiermärkische Sparkasse 2016

05. April 2017 | 15:12 Autor: Steiermärkische Sparkasse Österreich, Steiermark

Graz (A) Die Steiermärkische Sparkasse kann auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Erfolg baut auf den drei starken Säulen, dem Privatkundengeschäft, dem Firmenkundengeschäft und dem Bankennetz am Westbalkan auf. Unser Ziel ist es, auch zukünftig kontinuierlich und risikobewusst zu wachsen. Unsere sehr zufriedenstellenden Eigenkapital- und Liquiditätskennziffern schaffen ein gutes Fundament für die kommenden regulatorischen Herausforderungen und technischen Veränderungen im Bankgeschäft. Durch unsere Stärke haben wir die Möglichkeit, unsere Kundinnen und Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen und sie als verlässlicher Bankpartner zu begleiten“, betont Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse.

Die Steiermärkische Sparkasse-Gruppe ist der größte Anbieter von Finanzdienstleistungen im Süden Österreichs. Rund 6.500 Mitarbeiter betreuen in rund 500 Standorten in der Steiermark und in Südosteuropa 2,4 Millionen Kunden. Ihr Marktanteil im steirischen Retailgeschäft beträgt ca. 25 Prozent. Sparkasse bedeutet eine wirtschaftlich erfolgreiche Idee, die durch einen gemeinnützigen Gründungsgedanken festgelegt ist.

Gewinn nach Steuern 172 Millionen Euro
Der Konzernjahresüberschuss 2016 lag bei 172 Millionen Euro. Die sehr gute Risikosituation im gesamten Konzern trägt erheblich zu dieser Ergebnissteigerung bei. Einerseits waren keine wesentlich neuen Risikovorsorgen zu bilden und andererseits konnten bestehende Risikovorsorgen aus Vorjahren aufgelöst werden. Auch alle Bankenbeteiligungen am Westbalkan haben die Planziele übertroffen. Die erfreuliche Ergebnisentwicklung ist vor allem durch das, nach dem Verlust im Vorjahr, heuer wiederum positive und deutlich über Plan liegende Ergebnis des Teilkonzerns der kroatischen Bank begründet. Die Bilanzsumme des Konzerns blieb mit 14,4 Milliarden Euro stabil. Die Steiermärkische Sparkasse als Konzernmutter stellt mit einer Bilanzsumme von 12,5 Milliarden Euro den überwiegenden Anteil am Volumen dar. Das Betriebsergebnis des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns stieg im Vergleich zu 2015 aufgrund der erfreulichen Entwicklung um 70 % auf 201 Millionen Euro. Die Kernkapitalquote im Konzern konnte 2016 weiter auf 16,6 % und die Eigenmittelquote auf 19,0 % verbessert werden. Damit liegt die Steiermärkische Sparkasse deutlich über dem vom Gesetzgeber geforderten Limit. Die Konzerneigenmittel betrugen 1,4 Milliarden Euro mit Ende 2016 und konnte gegenüber 2015 weiter gesteigert werden.

Ausgezeichneter Neukundenzuwachs
Die Steiermärkische Sparkasse betreute im Jahr 2016 über 2,4 Millionen Kunden im In- und Ausland als verlässlicher und stabiler Partner. Mit einem überdurchschnittlichen Neukundenzuwachs von knapp 30.000 Neukunden in der Steiermark wurde die Steiermärkische Sparkasse als starke Bank wahrgenommen.

Erfolgreiches Kommerzgeschäft mit 6,5 % Zuwachs im Neugeschäft
Im Kommerzgeschäft blickt die Steiermärkische Sparkasse auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2016 zurück und konnte die Neuzuzählungen von Investitionsfinanzierungen gegenüber dem Vorjahr um +6,5 % auf 845 Millionen Euro steigern. Der größte Anteil entfiel dabei mit 382 Millionen Euro (45 %) auf KMU, weitere 369 Millionen Euro wurden an Bauträger für die Finanzierung von Immobilienprojekten zugezählt. Dem Veranlagungstrend folgend war die Nachfrage nach Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodellen und Mietzinshäusern nach wie vor ungebrochen. Bei der Beratung unserer KMU haben geförderte Finanzierungen einen besonderen Stellenwert. Im abgelaufenen Jahr wurden 353 Förderungsansuchen mit einem Projektvolumen von 95 Millionen Euro eingereicht.

Das Leasinggeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr außerordentlich gut. Es konnte ein neues Rekordergebnis erzielt werden. Über unsere Tochtergesellschaft Sparkassen Leasing Süd GmbH & Co KG wurden für unsere Firmenkunden 1.600 Verträge im Bereich KFZ, Maschinen und Anlagen mit einem Neugeschäftsvolumen von 77 Millionen Euro abgeschlossen.

Die gute Liquiditätsausstattung unserer Firmenkunden wird durch den Zuwachs bei den Giro-, Spar- und Termineinlagen um 18 % dokumentiert, weshalb die eingeräumten Betriebsmittelkreditlinien gegenüber dem Vorjahr in einem geringeren Ausmaß ausgenutzt wurden.

Unternehmertum zu fördern ist unser Ziel, weshalb wir uns mit unserem GründerCenter dem Thema Startups und Gründer seit 15 Jahren intensiv widmen. 40 % der Neukunden im Kommerzgeschäft rekrutieren sich aus dem Bereich der Gründer bzw. Startups.

Das äußerst erfolgreiche Geschäftsjahr für das Geschäftsfeld Kommerz wird durch den Blick auf das Gesamtergebnis 2016 der Steiermärkischen Sparkasse eindrucksvoll dokumentiert. Der Anteil am Konzernüberschuss betrug 68 Millionen Euro bzw. 35 %.

Wachsendes Privatkundengeschäft
Die Steiermärkische Sparkasse konnte bei privaten Finanzierungen ein Neufinanzierungsvolumen von 445 Millionen Euro verzeichnen. Das gesamte Privatausleihungsvolumen betrug zum Jahresende 2016 3,3 Milliarden Euro, und ist damit um 2,6 % (86 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Rund 75 % fielen auf Wohnbaufinanzierungen. Die Spareinlagen sind nach wie vor eine bevorzugte Veranlagung. Vorrangig zählen für unsere Kunden die hohe Sicherheit und die rasche Verfügbarkeit. Die Spareinlagen entwickelten sich im Jahr 2016 sehr positiv und stiegen um über 140 Millionen auf rund 5,5 Milliarden Euro – das entspricht ebenfalls einem Wachstum von 2,6 %. Neben den Spareinlagen ist die Beliebtheit des Bausparens ungebrochen. Die Steiermärkische Sparkasse konnte im vergangenen Jahr 35.000 neue Bausparabschlüsse erzielen. Zusätzlich verfügen die Kunden über Bauspareinlagen von fast 600 Millionen Euro.

Mit über 25.000 neuen Versicherungsverträgen und einem Produktionswert von rund 340 Millionen Euro konnten die Themen wie Vorsorge, Unfall und Risiko gut umgesetzt werden. Die Kundenbedürfnisse lagen wie in den letzten Jahren stark auf Pensionsvorsorge und der neuen Unfallversicherung. Allein in diesen beiden Bereichen wurden durch unsere hohe Beratungsqualität 11.500 Kundenbedürfnisse erfüllt.
Über 12.000 s Kreditkarten-Verkäufe und eine 12 % Steigerung im Kreditkartengeschäft zeigen den kontinuierlichen Weg im Kreditkartengeschäft und die gute Ausnützung des Markt- und Kundenpotenzials. Die moderne innovative Bankomatkarte als Armband um einfach im Handumdrehen zu zahlen, oder als Sticker für Smartphones sind bei Kunden beliebt. Knapp 30 % der Umsätze werden bereits mit der Kontaktlosfunktion durchgeführt. Mit mehr als 70.000 George-Usern beweisen wir einmal mehr, dass wir mit George ein klares Zeichen in Richtung Innovationsführerschaft gesetzt haben.

Erfreuliche Risikosituation im Konzern
Die Risikokosten konnten erstmals im Geschäftsjahr 2016 aufgelöst werden (20 Millionen Euro), womit die Steiermärkische Sparkasse im Vergleich zu ihren Mitbewerbern sehr gut liegt. Die NPE-Quote (Non Performing Exposure: prozentueller Anteil des notleidenden Exposure am gesamten Kreditexposure) konnte auf nunmehr 2,7 % des Portfolios gesenkt werden. Die Risikovorsorgen und die vorhandenen Sicherheiten decken über 111 % des Non Performing Exposure (Total Coverage Ratio), wodurch eine neuerliche Verbesserung des Risikodeckungsgrades erreicht werden konnte. Diese Ergebnisse unterstreichen abermals die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems im Steiermärkische Sparkasse-Konzern. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns war auch insgesamt im Jahr 2016 in mehr als ausreichendem Maße gegeben.

Südosteuropa mit 37 % Ergebnisbeitrag
Nach einer politisch bedingten Sondersituation in Kroatien im Geschäftsjahr 2015 konnten unsere Auslandsbeteiligungen 2016 wieder an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und tragen mit 37 % Ergebnisbeitrag zum Konzernüberschuss bei. Der Steiermärkische Sparkasse-Konzern betreut über die strategischen Bankbeteiligungen 1,8 Millionen Kunden in der SEE-Region. Mit Ausnahme von Kroatien, entwickelte sich das Kreditgeschäft mit Wachstumsraten zwischen 6 % und 15 % in allen SEE-Ländern zufriedenstellend. In Kroatien wurde als Folge der Konvertierungsentscheidung der Regierung im Jahr 2015 eine konservative Kreditvergabepolitik verfolgt. Außerdem wurden Kredite mit schlechter Bonität deutlich abgebaut, was in Kroatien zu einem Kreditrückgang von rund 6 % bei gleichzeitiger Verbesserung der Portfolioqualität, führte. Die Gewinne der Auslandstöchter im erweiterten Heimmarkt waren aufgrund der sehr niedrigen Risikokosten über Plan. Mittelfristig ist allerdings mit gradueller Erhöhung der Risikokosten in Richtung historischer Durchschnittswerte zu rechnen, was zu einer Normalisierung der Gewinnlage auf etwas tieferem aber nach wie vor akzeptablem Niveau führen soll.

Die Erste & Steiermärkische Bank in Kroatien konnte nach einem Verlustjahr 2015 aufgrund der Schweizer Franken Zwangskonvertierung der Regierung für 2016 einen beachtlichen Gewinn von 116 Millionen Euro erwirtschaften. Der ROE (Return on Equity) betrug 12 % bei einer CIR (Cost-Income Ratio) von 44 %.
Die Sparkasse Bank Bosnien und Herzegowina erzielte mit 9,6 Millionen Euro den höchsten Jahresgewinn seit Bestehen der Bank und liegt mit 29 % über dem Vorjahr. Der ROE entsprach mit 12,6 % der höchsten Rendite unter den Bankenbeteiligungen im Steiermärkische Sparkasse-Konzern. Das Kundengeschäft entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Das Kreditwachstum betrug 6,2 % und das Einlagenwachstum 2,6 %.

Die Erste Bank in Serbien erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 17,2 Millionen Euro, was einer Steigerung um 70 % des Vorjahres entspricht. Das Kreditwachstum betrug 19 % und die Depositen verzeichneten einen Anstieg um rund 8 %.

Die Erste Bank in Montenegro erzielte mit 7,9 Millionen Euro ein sehr beachtliches Jahresergebnis trotz der immer stärkeren Konkurrenz. Die Kundenkredite und -einlagen lagen deutlich über Plan.

Die Sparkasse Bank in Mazedonien erzielte mit 3,5 Millionen Euro einen respektablen Jahresgewinn und konnte ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2016 weiter verfolgen. Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes und der politischen Unsicherheit stiegen sowohl das Kreditportfolio (+15,7 %) als auch die Einlagen (+5,7 %) im Vergleich zu 2015 an.

Die Banka Sparkasse in Slowenien konnte mit 9,3 Millionen Euro den höchsten Jahresüberschuss seit Bestehen der Bank erzielen. Sowohl die Kundenkredite (+7,2 %) als auch die Kundeneinlagen (+13,2 %) sind erheblich angestiegen.

Die s Leasing-Gruppe in Südosteuropa gestioniert derzeit ein Gesamtobligo von rund 421 Millionen Euro und erwirtschaftete einen Gewinn nach Steuern von beachtlichen 7,4 Millionen Euro.
Die Ergebnisse der strategischen Beteiligungen im erweiterten Heimmarkt bestätigen die stabile und langfristig orientierte Geschäftsstrategie der Steiermärkischen Sparkasse.

Mitarbeiter und Standorte
Per Jahresende 2016 arbeiteten rund 6.500 Mitarbeiter in der Steiermärkische Sparkasse-Gruppe an 490 Standorten in der Steiermark und in Südosteuropa.

Österreichisches Marktumfeld 2016 und Ausblick 2017
Das Wachstum des österreichischen BIP betrug im Jahr 2016 1,5 %. Somit hat sich die Wachstumsrate erfreulicherweise gegenüber den letzten Jahren leicht verbessert und ist nun auf einem einigermaßen zufriedenstellenden Niveau. Allerdings zu schwach um die österreichische Arbeitslosenrate, die 2016 bei 6,0 % lag, signifikant zu senken. Die Inflation blieb im Jahresdurchschnitt 2016 mit 0,9 % auf sehr niedrigem Niveau. Für 2017 wird eine Inflationsrate von knapp unter 1,7 % erwartet.

Die EZB senkte die Leitzinsen im ersten Quartal 2016 auf 0 % und reduzierte auch die Einlagenfazilität von
-0,3 % auf -0,4 %. Für die österreichischen Banken stellte das anhaltende Niedrigzinsumfeld eine große Herausforderung dar. Gemäß aktueller Prognosen von WIFO und IHS wird für die österreichische Wirtschaft in den Jahren 2017 und 2018 ein Wachstum des BIP von 1,5 % erwartet

    Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

    Sparkassenplatz 4, 8010 Graz, Österreich
    +43 5 0100-36000

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