Grüne Start-ups: Warum sie immer mehr werden

Grüne Start-ups: Warum sie immer mehr werden

Immer mehr junge Menschen, die auf Nachhaltigkeit setzen, stellen sich die Frage, ob sich eine Investition in ein grünes Start-up lohnt. Es gibt einige Gründe, in nachhaltige Start-ups zu investieren, denn immer mehr Menschen nehmen sich einer nachhaltigen Lebensweise an und setzen gleichzeitig auf eine vernetzte und digitale Welt. Junge Menschen bezahlen mit Bitcoins, spielen im Online Casino NetBet, anstatt in eine Spielhalle zu gehen und sie nutzen das Internet für alle erdenklichen Lebensbereiche.

Zunächst ist es wichtig, Begriffe, wie „Start-up“ und „Nachhaltigkeit“ zu klären. Im folgenden Artikel gehen wir auf diese Begriffe genauer ein und klären ab, welche Schritte nötig sind, um ein grünes Start-up gründen zu können.

Definition von Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird sehr gerne mit ökologischem Denken in Verbindung gebracht. Etwas Nachhaltiges lebt lange, ist umweltverträglich wie Waschmittel oder Produkte aus dem täglichen Bedarf (E-Autos) und der Konsument hat dabei ein gutes Gefühl. Er hat das Gefühl, etwas Gutes für sich und die Umwelt zu tun. Deshalb kann man sagen, dass Nachhaltigkeit sehr vielfältig ist und sich auf eine Art Verantwortung bezieht, die ökologischen Ursprungs ist. Wer also bewusst und achtsam mit vorhandenen Ressourcen umzugehen weiß, tut der Umwelt einen Gefallen. Dazu gehört auch das „Zero-Waste-Prinzip“. Es gibt mittlerweile grüne Start-ups, die darauf ausgelegt sind, ihre Produkte aus natürlich vorkommenden Materialien wie Bambus, Reishülsen und Holz zu fertigen und die Verpackungen aus biologisch abbaubaren Materialien wie Cellulose, nicht gebleichtem Papier und ähnlichen Produkten zu fertigen. Kommt in einem Produkt Plastik vor, ist es zu 100 Prozent recycelt. Auch die klassischen Verbrenner sind out und es werden zunehmend mehr E-Autos gebaut.

Fantasiebeispiel für ein grünes Start-up
Eine Firma, die Wattestäbchen herstellt, verkauft beispielsweise über den eigenen Online-Shop immer nur zwei Wattestäbchen in einer umweltfreundlichen Verpackung aus nicht gebleichter Pappe. Der Stab besteht aus 100 Prozent fair gehandeltem Bambus aus Drittländern und der eigentliche Kopf des Wattestäbchens ist waschbar. Die Firma sagt, dass man diese Wattestäbchen bis zu 1000 Mal verwenden kann und beim Recycling muss man sich keine Gedanken machen, da es zu 100 Prozent recycelbar und biologisch abbaubar ist, sprich, es verrottet ganz einfach auf dem Biomüll oder im garteneigenen Kompost.
Es wird darauf Wert gelegt, den Konsumenten zu informieren, dass dies ein „Zero-Waste-Produkt“ ist, also der Konsument generiert keinen anfallenden Müll damit. Durch dieses innovative Wattestäbchen spart man bis zu 3000 konventionelle Wattestäbchen ein, die aus Plastik und nicht abbaubarer Watte bestehen, die chemisch gebleicht ist.

Was ist ein grünes Start-up?
Ganz allgemein gesagt ist ein Start-up ein jung gegründetes, innovatives Unternehmen, welches eine Marktlücke schließt. Das Start-up hat ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt, die es in dieser Form auf dem Markt noch nicht gibt. Das kann eine Erfindung sein oder ein Patent oder ein Nischenprodukt.
Ein Start-up hebt sich von anderen Konkurrenzunternehmen wesentlich ab. Wenn diese Punkte zutreffen, spricht man von Start-up. Ein grünes Start-up hingegen arbeitet mit dem Prinzip der ökologischen Nachhaltigkeit und zielt darauf ab, die natürlich vorkommenden Ressourcen zu schützen und zu erneuern. Weiter ist es grünen Start-ups wichtig, Plastikmüll zu reduzieren. Bei gewissen grünen Start-ups geht ein Teil des generierten Erlöses an eine Stiftung wie beispielsweise „Reduzierung des Plastikmülls in den Ozeanen“.

Grünes Start-up gründen
Bevor man sein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt anmeldet, sollte zuerst die Geschäftsidee oder das Geschäftsmodell klar sein. Fragen wie: Was will ich anbieten, zu welchem Preis, wann und wo und wie finanziere ich meine nachhaltige Geschäftsidee – sollten im Voraus abgeklärt werden. Wichtig ist auch, einen fundierten Businessplan auf die Beine zu stellen, damit der junge Gründer seine potenziellen Geldgeber wie Banken und Investoren nachhaltig von seiner Geschäftsidee überzeugen kann und Fördermittel erhält. Bei der Anmeldung des Gewerbes sollte auch schon die Rechtsform feststehen. Will man als Einzelunternehmer gründen? Kommt eine gemeinnützige GmbH, also eine gGmbH infrage oder will man mit einer „Mini-GmbH“ starten? Sehen wir uns die genauen Rechtsformen detaillierter an:

Personengesellschaft:
●    Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
●    Offene Handelsgesellschaft (OHG)
●    Kommanditgesellschaft (KG)

Kapitalgesellschaft:
●    GmbH
●    gGmbH
●    Unternehmergesellschaft (UG) – eine Sonderform der GmbH
●    Mini-GmbH
●    Aktiengesellschaft (AG)

Wer also gemeinsam mit einer zweiten Person eine nachhaltige Geschäftsidee für ein grünes Start-up hat, kann praktisch eine GbR gründen, da nur zwei Gründungsmitglieder erforderlich sind. Bei dieser Rechtsform wird auf einen Gesellschaftsvertrag verzichtet – was später zu Streitigkeiten führen kann. Zudem sind die Gründer mit ihrem Privatvermögen haftbar. Wir empfehlen daher dringend zu einer Kapitalgesellschaft, wenn man ein grünes Start-up gründen will. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer Stammeinlage von 12.500 Euro eine GmbH zu gründen. Allerdings muss das Kapital in kurzen Jahren auf 25.000 Euro aufgestockt werden.

Der ideale Standort für grüne Start-ups
Wer eine zündende Idee für ein grünes Start-up, wie beispielsweise einem Öko-Laden hat, der rein naturbelassene Klamotten aus hochwertigen Materialien anbieten möchte, ist gut beraten, eine zielgerichtete Standortanalyse zu machen. Grüne Start-ups sollten sich dort ansiedeln, wo es bereits ähnliche Unternehmen gibt. Das hat den Vorteil, dass man bereits auf gute Laufkundschaft hoffen kann und die Arbeit der Kundengewinnung nicht von Grund auf neu machen muss. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich gegenseitig zu inspirieren und neue Netzwerke aufzubauen.

Wir raten zu Gründerzentren, die sich auf grüne Start-ups ausgerichtet haben. In solchen Gründerzentren gibt es die Möglichkeit, Kurse zu belegen und individuelle Coachings in Anspruch zu nehmen. Beispielsweise kann man sich an das Gründerzentrum Grünhof wenden. Dies ist in Freiburg im Breisgau angesiedelt und gilt als dafür bekannt, dass es grüne Start-ups unterstützt.

Nachhaltigkeit von Beginn an ins Start-up implementieren
Für ein junges grünes Start-up ist es wichtig, den Aspekt der Nachhaltigkeit von Beginn an in der Unternehmenskultur zu leben. Das ist wichtig für die Glaubhaftigkeit eines jeden grünen Unternehmens. Die Nachhaltigkeit sollte sich wie ein roter Faden durch alle unternehmerischen Bereiche ziehen. Das fängt bei der Kundengewinnung an, geht über den Einkauf und die Einstellung des gleichdenkenden Personals bis hin zu Absatzwegen. Dies rechnet sich auch finanziell, da ein späteres Umrüsten sehr kostenintensiv sein könnte.

Wer umweltbewusst denkt, nachhaltig lebt und Wert auf den Erhalt natürlicher Ressourcen legt und ein Unternehmen gründen will, wird zwangsläufig feststellen, dass sich die Investition in ein grünes Start-up auf lange Sicht lohnt, denn auch die Investitionen von größeren Unternehmen nehmen ständig zu.

 

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