Vorarlberger Sparkassen mit erfolgreicher Bilanz mit geringen Risikokosten

Vorarlberger Sparkassen mit erfolgreicher Bilanz mit geringen Risikokosten
Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, Mag. Martin Jäger, MBA (Vorstand Dornbirner Sparkasse), Mag. Wolfgang Eich-ler (Vorstand Sparkasse Bludenz), Mag. Anton Steinberger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Feldkirch), Mag. Gerhard Lutz (Vor-standsvorsitzender Sparkasse Bregenz), Hermann Bachmann (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Egg) und Harald Giesinger (Vor-standsvorsitzender Dornbirner Sparkasse) (Foto: Matthias Rhomberg)

Dornbirn (A) Die Vorarlberger Wirtschaft hat im vergangenen Jahr wieder auf ihren Wachstumspfad zurückgefunden. Die vielfach erwartete Insolvenzwelle ist bislang ausgeblieben. Diese erfreulichen Entwicklungen schlugen sich auch in den Bilanzen der fünf Vorarlberger Sparkassen nieder. So konnten 2021 Zuwächse in allen relevanten Geschäftsbereichen verbucht werden. Diese fortgesetzt positive Tendenz führte zu einem kumulierten Betriebsergebnis von 57,7 Millionen Euro (+11,6 %). „Begünstigt durch ein Umfeld niedriger Risikokosten und Dank unseres bewährten Geschäftsmodells konnten wir auch im Geschäftsjahr 2021 erfolgreich Kurs halten. Unsere Bilanzsumme überschritt erstmalig die 7-Milliarden-Grenze. Die gute Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr haben wir aber vor allem auch dazu genutzt, um unsere freiwilligen Sicherheitsnetze, den Fonds für allgemeine Bankenrisiken und die freiwillige Unterbewertung gemäß § 57 BWG, mit Blick auf die Zukunft zu stärken und auf beachtliche 172,9 Millionen Euro weiter auszubauen“, analysiert Martin Jäger Sprecher der Vorarlberger Sparkassen das Ergebnis. Eigenmittel- (17,7 %) und Kernkapitalquote (16,8 %), die nach wie vor weit über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen, belegen ebenso eine umsichtige Geschäftspolitik.

Deutliches Einlagen- und Kreditwachstum
Der von den Sparkassen gebotene Mix aus persönlicher Beratung in einer der 47 Filialen, aus modernsten Automaten auch an den zusätzlich 19 SB-Standorten sowie der hohe Digitalisierungsgrad entsprechen dem Bedürfnis einer breiten Bevölkerungsschicht. Deshalb wählten 2021 wieder rund 12.000 neue Kundinnen und Kunden die Sparkassen als Finanzpartnerinnen. Das führte auch zu einer Steigerung der verwalteten Kundengelder auf 7,2 Milliarden Euro (+ 11,6 %). „Vor allem im vergangenen Jahr konnten wir ein stark steigendes Kundeninteresse an nachhaltiger Geldanlage registrieren. Wir haben deshalb landesweit unsere Wertpapier-Beraterinnen und -Berater zusätzlich zu ÖGUT-zertifizierten Fachkräften für nachhaltige Geldanlagen ausgebildet. Sie können nun die komplexen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Umwelt, Sozialem sowie guter Unternehmensführung nachvollziehbar und einfach erklären und so bei der Auswahl der passenden Finanzprodukte optimal unterstützen“, ergänzt Jäger.

Ebenso haben auch die Spareinlagen auf hohem Niveau nochmals um 3,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zugelegt. Die Primärmittel, die Summe aus Spar- und Giroeinlagen sowie die eigenen Sparkassenobligationen, erreichten 5,8 Milliarden Euro (+ 9,0 %). Gleichzeitig blieb der Finanzierungsbedarf von Unternehmen und Privatpersonen anhaltend hoch. Die Forderungen an Kunden stiegen 2021 auf 5,6 Milliarden Euro (+9,5 %) an. Vom Neukreditvolumen in der Höhe von 1,3 Milliarden Euro flossen insgesamt 627,8 Millionen Euro in 2.904 neue Wohnfinanzierungsprojekte. Der Trend zu längerfristigen Fixzinsvereinbarungen hielt dabei auch 2021 an.

Bekenntnis zur Region
Die Vorarlberger Sparkassen beschäftigten zum Stichtag 31.12.2021 insgesamt 833 Menschen (+2) und bildeten 15 Jugendliche und junge Erwachsene (+2) zu Bankkaufleuten aus. Gleichzeitig förderten die Ländle-Sparkassen 2021 mit rund 1,5 Millionen Euro kulturelle, sportliche, wissenschaftliche, soziale und infrastrukturelle Aktivitäten in ihrem Einzugsgebiet. „Verantwortung für eine lebenswerte Region zu übernehmen, bedeutet für uns auch, als Unternehmen dem Klimawandel und seinen Folgen entschieden entgegenzutreten. Dem Vorbild zweier Ländle-Sparkassen folgend, haben nun alle Vorarlberger Sparkassen mit dem Aufbau wirksamer Umweltmanagementsysteme begonnen und streben dafür die von der Landesregierung vergebene Ökoprofit-Zertifizierung an“, so Martin Jäger.

Ausblick
Volle Auftragsbücher, optimistische Wachstumsprognosen und die begründete Hoffnung, COVID-19 endlich in den Griff zu bekommen, versetzte Wirtschaft und Menschen in Vorarlberg noch zum Jahreswechsel in Aufbruchstimmung. Die aktuell durch die russische Invasion in ein Nachbarland geopolitisch höchst angespannte Situation, das Leid der Menschen in der Ukraine, unterbrochene Lieferketten, die sichtbar gewordene Abhängigkeit vom Import russischer Energieträger sowie deutlich spürbare Verteuerungen in den wesentlichen Warengruppen dämpfen nun den Ausblick. Noch immer sind die Konsequenzen des Krieges für Europa und die Weltwirtschaft nicht absehbar. „Unsere gute Kapitalausstattung und Liquiditätssituation sowie die zusätzlich gefüllten Sicherheitstöpfe ermöglichen, dass wir auch die aktuellen Herausforderungen meistern werden und weiterhin stabile Finanzpartnerinnen für unsere Kundinnen und Kunden bleiben“, betont der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

 

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