< Zurück zur Übersicht

V.l.n.r.: Ing. Friedrich Sommer (Unternehmenssprecher Mitsubishi Österreich, ) Robert Sturn (Vorstandsdirektor Vorarlberger Landesversicherung), Dr. Ludwig Summer (Vorstandsvorsitzender illwerke vkw), Dr. Christof Germann (Vorstandsdirektor illwerke vkw), Betr.oec. Wilfried Hopfner (Vorstandsvorsitzender Raiffeisenlandesbank Vorarlberg) und Klaus Oberhammer (Generaldirektor Citroen Österreich).

„Die neue Generation der Elektrofahrzeuge“

09. März 2011 | 13:40 Autor: VKW Vorarlberg

„Es hat Millionen Jahre gedauert, bis sich jene Menge an fossilen Brennstoffen gebildet hat, die wir heute in einem Jahr verbrennen. Das ist auf keinen Fall nachhaltig und kann für uns als Energieversorger nur bedeuten, kompromisslos auf Energieeffizienz und alternative, erneuerbare Energieformen zu setzen“, begründet Dr. Ludwig Summer, Vorstandsvorsitzender von illwerke vkw das hohe Engagement des Vorarlberger Energieversorgers im Bereich Elektromobilität.

Der Energiedienstleister hat sich ein Ziel gesetzt, das durch Maßnahmen in vier Bereichen erreicht werden soll: die Energieautonomie bis zum Jahr 2050. Das bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt eine nachhaltige, das heißt in der Jahresbilanz ausgeglichene und vollständig auf erneuerbaren Quellen gegründete, Energieversorgung angestrebt wird. Unterstützt durch einen Allparteienbeschluss und damit ein einstimmiges Bekenntnis der Vorarlberger Landespolitik, nennt Dr. Summer in diesem Zusammenhang vier Säulen der Energieautonomie: Energieeffizienz, Aus- und Weiterbildung, Ausbau der Wasserkraft und Elektromobilität.

Durch den Einsatz neuer, innovativer Technologie könne im Bereich Energieeffizienz großes Potenzial genutzt werden. Konsequente Informationspolitik, Aus- und Weiterbildung sind Themen der zweiten Säule. Das Wissen um die Notwendigkeit des sparsamen Umgangs mit der Ressource Energie müsse selbstverständlich werden.

Wichtiger Ausbau der Wasserkraft
„Es ist unbestritten, dass viele Maßnahmen in Richtung Energieeffizienz „stromlastig“ sind. Ob Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzt werden, oder wie im Fall der VLOTTE, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektromobile – die Folge ist, dass trotz aller Einsparungen tendenziell der Stromverbrauch in Vorarlberg in den kommenden Jahren steigen wird. Wir müssen daher also auch in Erzeugungsanlagen im Land investieren, nicht zuletzt um die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland zu verringern“, erklärt Summer. Das Bundesland Vorarlberg verfügt über ein realistisch ausbaubares Potenzial von rund 500 Gigawattstunden.

Energieeffizienter Elektromotor
Energiesparmeister ist zweifellos der Elektromotor, der dafür sorgt, dass der überwiegende Teil der eingesetzten Energie auch tatsächlich effizient auf die Straße gebracht wird. Gewinnt man die Energie wie im Rahmen des VLOTTE-Projekts zur Gänze aus neuen, erneuerbaren Energieträgern, ist eine CO2-neutrale Fortbewegung gewährleistet. Für das Projekt VLOTTE wurden bereits rund 700 Quadratmeter Fotovoltaikmodule gebaut. Mit einer Leistung von 100 kWpeak, das entspricht einer Erzeugung von rund 100.000 kWh pro Jahr, können bei einem Durchschnittsverbrauch von 18 Kilowattstunden für 100 Kilometer schon alleine durch die Energie der Sonne 555.000 Km im Jahr zurückgelegt werden. Das entspricht einer CO2-Einsparung von rund 89 Tonnen“, so illwerke vkw-Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann. Weitere Energie für die VLOTTE wird durch eine Kleinwasserkraftanlage zur Verfügung gestellt werden.

Einmal zum Mond und zurück
„Als Österreichs erste Modellregion für Elektromobilität sind wir stolz darauf, was wir in den letzten beiden Jahren geleistet haben. Als der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung uns im Dezember 2009 die Förderung von rund 4,7 Millionen Euro zusagte, waren auf dem europäischen Markt nahezu keine Elektroautos verfügbar. Die ersten Fahrzeuge – Think City – importierten wir selber direkt aus Norwegen. Starke Partner, das enorme Interesse der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger am Thema Elektromobilität, der große Pioniergeist von Vorarlberger Gemeinden, Unternehmen und Organisation und die damit verbundene hohe Nachfrage waren ein starker Antrieb. So versammelten wir mit Ende 2010 die stolze Zahl von 75 Elektrofahrzeugen im VLOTTE-Projekt und wurden zu einer der größten Modellregionen Europas“, so Dr. Germann.

Die Elektroautos der VLOTTE haben bis heute insgesamt 750.000 Kilometer zurückgelegt, das entspricht einer Fahrt zum Mond und wieder zurück. Insgesamt konnten dadurch schon über 120 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Stromstellennetz, das von illwerke vkw parallel zur Auslieferung der Fahrzeuge kontinuierlich ausgebaut wird, kann mittlerweile als „flächendeckend“ bezeichnet werden. „Wir haben bis zum heutigen Tag 65 Stromstellen überall in Vorarlberg errichtet. Beinahe täglich kommen weitere Ladestationen für die E-Mobile dazu“, beschreibt Dr. Germann die dynamische Entwicklung.

E-Auto-Boom: VLOTTE seit Dezember verdoppelt
Blickt man in diesen Tagen in die benachbarte Schweiz auf den Genfer Automobilsalon, so wird schnell deutlich, dass es sich bei der Elektromobilität nicht mehr nur um eine Modeerscheinung handeln kann. Beinahe jeder Hersteller hat mittlerweile ein serienreifes Elektroauto präsentiert.

Die Ankündigung neuer Fahrzeuge der Hersteller Mitsubishi und Citroen für das VLOTTE-Portfolio hat zu einem regelrechten Boom geführt. „Die VLOTTE hat sich innerhalb der letzten drei Monate verdoppelt“, berichtet Dr. Germann. „Ende März werden wir 150 Fahrzeuge auf der Straße haben – bis Mitte 2011 umfasst die VLOTTE rund 250 E-Autos.“ Erfreulich: Neben Unternehmen, Organisationen und Gemeinden sind dabei auch erstmals Privatpersonen unter den Kunden zu finden.

VLOTTE-Projekt verlängert
„Mit der heutigen offiziellen Übergabe der ersten Fahrzeuge der renommierten Großserienhersteller Mitsubishi und Citroen haben wir bereits 116 Fahrzeuge auf der Straße und starten in die finale Phase des VLOTTE Projekts. Wir freuen uns, dass der Klima- und Energiefonds das Projekt bis Ende 2011 verlängert hat. Grund für diese Zusage ist sicherlich die außergewöhnlich hohe Zustimmung der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zu diesem Projekt. In einer Umfrage unter allen VLOTTE-Nutzern, die wir gemeinsam mit dem Energieinstitut Vorarlberg durchgeführt haben, gaben mehr als 50 Prozent der Befragten an, dass sie sich durchaus vorstellen können, auch privat ein Elektrofahrzeug anzuschaffen – das beweist einmal mehr, dass der Elektromobilität mit fortschreitender Entwicklung der Durchbruch zuzutrauen ist“, so Dr. Germann.

„Die Zeit ist reif“
„Ökologie, Energie und Nachhaltigkeit sind Themen, die uns alle betreffen.
Nachhaltigkeit ist für uns bei Raiffeisen immer schon wichtig gewesen, nicht erst seit dies zum populären Schlagwort wurde. Diese Verantwortung ist im Übrigen auch aus unserem gesetzlich verankerten genossenschaftlichen Förderauftrag ableitbar. Daher leisten wir zu diesen so relevanten Herausforderungen gerne unseren Beitrag“, begründet der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, Betr.oec. Wilfried Hopfner das Engagement seines Unternehmens.

„Ich denke, die Zeit ist reif, nicht mehr nur über diese Themen zu reden, sondern auch etwas Konkretes zu tun – so wie dies das europaweite Vorzeigeprojekt "VLOTTE" in unserer Region tut. Weil uns der Lebens- und Wirtschaftsraum Vorarlberg wichtig ist, unterstützen wir dieses Projekt seit Beginn mit unserem maßgeschneiderten Leasingangebot. Unser Finanzierungsmodell ist damit ein wichtiger Baustein dafür, dass in der Entwicklungsphase für Elektroautomobile ein wirklicher Praxistest möglich wird.

Ich bin überzeugt, dass die Entwicklung in Richtung Mobilität durch Elektroautos
ganz enorm an Fahrt aufnehmen wird. illwerke vkw als Projektinitiator und Motor und damit Vorarlberg als Modellregion haben dazu einen bedeutenden Beitrag geleistet“, so Betr.oec. Hopfner.

Für die optimale Versorgung der neuen VLOTTE-Kunden in Vorarlberg sorgen das Autohaus Josef Bickel in Schlins (Mitsubishi) und das Autohaus Leitner in Fußach.

Elektrofahrzeug erfüllt alle Ansprüche
„Elektromobilität hat Zukunft. Mit dem C-Zero bietet Citroën schon heute das erste Großserienfahrzeug, das rein elektrisch betrieben wird. Der Citroën C-Zero zeigt neben „Null Emission“ auch, dass ein modernes Elektrofahrzeug alle Ansprüche an ein zeitgemäßes Automobil erfüllt, wie Raumangebot, Fahrverhalten sowie sämtliche Elemente aktiver und passiver Sicherheit, die heute in einem Fahrzeug erwartet werden – kurz gesagt: Alltagstauglichkeit bietet. Die VLOTTE ist seit Jahren Vorreiter in Sachen Elektromobilität und ein hervorragendes Beispiel für ganz Österreich und über die Landesgrenzen hinaus.

Es freut mich daher umso mehr, dass sich die VLOTTE als die Experten für
Elektromobilität in Österreich und ganz Europa für den Citroën C-Zero sowie den Citroën Berlingo Electrique entschieden hat und bereits begonnen hat, für Vorarlberg eine beeindruckende Stückzahl von rund 100 Fahrzeugen zu übernehmen“, so der Generaldirektor von Citroen Österreich, Klaus Oberhammer.

VLOTTE wichtig für E-Mobilität in Österreich
„Mitsubishi startete schon Mitte letzten Jahres mit dem Einsatz des ersten.
Großserien-Elektrofahrzeugs, dem i-MiEV bei der VLOTTE. Danke dem VLOTTETeam, für den Start und die konsequente Fortsetzung der E- Mobilität in Österreich mit erneuerbarer Energie und dem innovativen Mitsubishi Elektrofahrzeug“, unterstreicht der Unternehmenssprecher von Mitsubishi Österreich, Ing. Friedrich Sommer, die Bedeutung des Projekts VLOTTE für die Entwicklung der E-Mobilität.

„Wir freuen uns auf weitere emissionsfreie Kilometer mit dem Elektro-Mitsubishi
inklusive vier energiesparender Fahrprogramme. Energie sinnvoll verwenden ist unsere Devise, denn speziell bei Überland- und Bergabfahrten wird die Bremsenergie wieder in die Batterie zurückspeichert“, so Ing. Sommer abschließend.


    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

    Weidachstr. 6, 6900 Bregenz
    Österreich
    +43 5574 6010

    Details


    < Zurück zur Übersicht