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Die Mitglieder des 1. Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg verpflichten sich zu Energieeinsparungen im Ausmaß von 6 Prozent

Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg: Sechs Prozent niedrigerer Energieverbrauch als großes Ziel

12. Juni 2013 | 13:08 Autor: illwerke vkw Vorarlberg

Bregenz (A) Zwölf innovative Vorarlberger Betriebe wollen im 1. Energieeffizienz Netzwerk Österreichs gemeinsam ihren Energieverbrauch, den CO2-Ausstoß und die Energiekosten reduzieren. Das gemeinsame Ziel: sechs Prozent weniger Energie und sechs Prozent weniger CO2-Emissionen.

In der Schweiz gibt es rund 70 lokale, lernende Energieeffizienznetzwerke – rund 60 existieren in Deutschland. Dabei schließen sich immer 10 bis 15 Unternehmen zusammen, um im Kollektiv voneinander zu lernen und gemeinsam durch organisatorische Maßnahmen oder Investitionen Energie zu sparen. Aufgrund der positiven Erfahrungen initiierte die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) im Frühjahr 2012 das 1. Energieeffizienz Netzwerk Österreichs. In vierteljährlichen Treffen tauschen sich die Mitglieder untereinander aus, teilen Erfahrungen und arbeiten gemeinsam an Lösungen, um hohen Energieverbrauch einzudämmen. Nach einer intensiven Monitorings- und Analysephase wurden jetzt verbindliche Ziele für das Netzwerk vereinbart. Gemeinsam will man – bezogen auf das Bezugsjahr für die Analyse 2011 – bis Ende 2014 insgesamt sechs Prozent Energie einsparen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 12. Juni 2013 von allen Netzwerkpartnern unterzeichnet.
 
Gemeinsam effizienter
„Die Praxis hat gezeigt, dass vernetzte Unternehmen deutlich mehr Lösungen entwickeln um das betriebsspezifische Potenzial, Energiekosten zu senken und Ressourcen zu sparen, auszuschöpfen. Als Vorarlberger Energiedienstleister bieten wir das nötige Know-how, die Mitglieder des Netzwerks nach einer ausführlichen Initialberatung kompetent zu begleiten“, so illwerke vkw Vorstand Dr. Christof Germann.  
 
„Die Netzwerktreffen sind das zentrale Instrument und finden jeweils in einem der teilnehmenden Betriebe statt. Wie viel und was genau sich im konkreten Fall einsparen lässt, hängt von den Gegebenheiten in den einzelnen Betrieben ab. Während bei dem einen Unternehmen eine Wärmerückgewinnung Einsparungserfolge verspricht, lässt sich in einem anderen Betrieb die Beleuchtung in der Produktionshalle entscheidend verbessern. Das gesetzte Ziel von sechs Prozent bedeutet für die teilnehmenden Betriebe, dass sie in den drei Projektjahren insgesamt zehn Gigawattstunden Energie einsparen. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 2.000 durchschnittlichen Vorarlberger Haushalten (mit einem Verbrauch von 5.000 kWh). Viele Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz sind heute wirtschaftlich durchaus rentabel, werden aber nicht realisiert. Vor dem Hintergrund des gemeinsamen Ziels der Energieautonomie Vorarlberg 2050 und verschärften gesetzlichen Bedingungen sind wir alle aufgerufen, mit unseren Ressourcen möglichst sparsam umzugehen und sie so effizient wie möglich einzusetzen“, so Germann, „Am Ende profitieren wir alle davon.“
 
Wirtschaftskammer Vorarlberg: „Freiwilligkeit vor Zwang“
„Steigende Energiekosten, Ressourcenknappheit und Klimawandel erfordern die Bereitschaft für Veränderungen. Innovative Unternehmen nutzen dies als Chance zur Steigerung der Energieeffizienz und verbessern die eigene Wettbewerbssituation. Für die Betriebe ist ein sparsamer Umgang mit Energieressourcen daher längst eine Selbstverständlichkeit.
 
Unsere Linie dabei ist es, Freiwilligkeit vor Zwang zu stellen. Direktive Maßnahmen und ein ordnungsrechtliches Korsett sind der falsche Weg, um energieeffizientes Wirtschaften zu gewährleisten. Vielmehr bestätigt sich, dass eine Reihe freiwillig gesetzter Maßnahmen der Unternehmen ausschlaggebend für die Steigerung der Energieeffizienz in unserem Land ist. Das Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg stellt ein hervorragendes Beispiel dar, wie diese Herausforderung von den Unternehmen selbst ohne Zuruf aus der Politik in die Hand genommen wird. Eindrucksvoll zeigt sich, wie ein ökologisch verantwort-ungsvoller und betriebswirtschaftlich sinnvoller Umgang mit Energie auf ungezwungener Basis bestens funktionieren kann“, so Wirtschaftskammer-direktor Dr. Helmut Steurer.
 
Vorbild für weitere Netzwerke
„Das erste Jahr des Vorarlberger Energieeffizienznetzwerks wurde mit großer Aufmerksamkeit in ganz Österreich verfolgt. Aufgrund des positiven Verlaufs sind wir dabei, weitere Netzwerke in Österreich, wie z.B. in Oberösterreich und Tirol aufzubauen.

Unsere energietechnischen Berater standen in Vorarlberg vor keiner leichten Aufgabe, da die teilnehmenden Unternehmen auch vorher bereits sehr energiebewusst gewirtschaftet haben. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir gemeinsam mit den Energieverantwortlichen Maßnahmen identifiziert, weiterentwickelt und bewertet haben, die im Mittel eine Effizienzsteigerung von insgesamt 6 Prozent, also 2 Prozent pro Jahr, ermöglichen sollten. Diese Anstrengung darf nicht unterschätzt werden, da in der Industrie im Mittel üblicherweise lediglich 0,8 Prozent geschafft und auch die Zielvorgaben von 1,5 Prozent der EU nochmals übertroffen werden“, so FfE Geschäftsführer Prof. Mauch.
 
Offsetdruckerei Schwarzach: „Große Hilfsbereitschaft der Netzwerkteilnehmer“

"Unser oberstes Ziel ist es, CO2-Emissionen zu vermeiden und natürlich auch Energiekosten zu senken. Die Teilnahme am Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg ist dazu ein weiterer, freiwilliger Schritt, bei dem wir durch die Idee des Netzwerkes, der gegenseitigen Unterstützung der Teilnehmer und den daraus generierten Ideen, weitere, zu uns passende Maßnahmen in eine nachhaltigere Zukunft umsetzen können.

Ein Schwerpunkt dabei sind im Fall der Offsetdruckerei Schwarzach die Querschnittstechnologien wie Lüftung, Heizung, Druckluft, Beleuchtung, etc. Konkrete Umsetzungen in diesen Bereichen sind bereits angelaufen und werden über die nächsten beiden Jahre abgeschlossen. Die große Hilfsbereitschaft der Netzwerkteilnehmer und die Ideenimpulse aus den Netzwerktreffen machen das Projekt passend zum ökologischen Handeln unserer Firma", so Geschäftsführer Ing. Eduard Fischer.  
 
Haberkorn: „Gehen von hohem Standard aus“
„Nachhaltig Handeln ist für Haberkorn eine zentrale Wertehaltung. Haberkorn beschäftigt sich als Handelshaus deshalb bereits seit mehreren Jahren intensiv mit Energieeffizienz. Durch eine ganzheitliche, konsequente Herangehensweise wurde der Energieverbrauch markant reduziert. Mit der Teilnahme am Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg sollen nun neue Einsparungspotenziale realisiert werden. Durch Unterstützung der Experten von FFE und VKW sowie aus den Erfahrungen anderer Unternehmen sind bereits einige neue Maßnahmen entstanden und umgesetzt. Haberkorn ist daher überzeugt, auch ausgehend von einem hohen Standard den Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter senken zu können“, so Mag. Gerald Fitz, Vorstand der Haberkorn Holding AG.  
 
Factbox
Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg unter der Leitung der VKW in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE GmbH) München.  
 
Mitglieder:  
Getzner Textil AG
GIKO Verpackungen GmbH
Haberkorn GmbH
Hilti AG
Offsetdruckerei Schwarzach GmbH
Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG
Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH & Co KG
Speedline Aluminium Gießerei GmbH
Vorarlberger Krankenhaus Betriebs GmbH
Russmedia GmbH
Rhomberg Bau GmbH
Vorarlberger Kraftwerke AG

    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

    Weidachstr. 6, 6900 Bregenz
    Österreich
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