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Kunstmuseum Ravensburg (Bild: Roland Halbe)

Energieinstitut Vorarlberg zertifiziert Kunstmuseum Ravensburg

19. Juli 2013 | 10:22 Autor: Energieinstitut Vorarlberg

Dornbirn / Ravensburg (A/D) Das Kunstmuseum Ravensburg ist das erste Museum in Passivhausbauweise weltweit und gewann den Deutschen Architekturpreis 2013. Die Zertifizierung zum Passivhaus wurde vom Energieinstitut Vorarlberg durchgeführt.

Das vom renommierten Architekturbüro Lederer+Ragnarsdóttir+Oei geplante Kunstmuseum in Ravensburg ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes:

Zum einen ist es das erste Museum der Welt, das in Passivhaus-Bauweise errichtet und zertifiziert wurde und somit ein Leuchtturm in Sachen Energieeffizienz ist. Zum anderen wurde das Kunstmuseum Ravensburg, das eine der größten Privatsammlungen Süddeutschlands beheimatet, auf Grund seiner herausragenden Architektur mit dem deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet. Der mit 30.000 EUR dotierte Preis wurde in der Vergangenheit unter anderem an das Jüdische Museum Berlin von Daniel Liebeskind, das Bundeskanzleramt oder auch an den Plenarsaal des damaligen Deutschen Bundestages in Bonn verliehen.

Stolz auf Zertifizierungsarbeit eines komplexen Gebäudes
„Es freut mich sehr und es ist auch ein gewisser Stolz dabei, dass die Expertise des Energieinstitut Vorarlberg länderübergreifend in Sachen Passivhaus-Zertifizierung gefragt ist und meine Kollegin Angelika Rettenbacher und ich ein Teil dieses bedeutenden und ausgezeichneten Projekts sein durften“, so Michael Braun, Leiter der Passivhaus-Zertifizierungsstelle im Energieinstitut Vorarlberg.

Das Kunstmuseum Ravensburg besticht vor allem durch seine Architektur, die sich dem historischen Stadtkern anpasst. Dies, sowie die Tatsache, dass die Kunstwerke eine sehr hohe Anforderung hinsichtlich Beleuchtung, Belichtung mit Tageslicht und künstlichem Licht, sowie eine sehr hohe Anforderung an die Luftqualität und Innenraum-Konditionierung mit sich bringen, machte das Projekt sehr herausfordernd und spannend zugleich. Die Balance zu finden zwischen möglichst wenig Sonneneintrag in das Gebäude um die Kunstwerke zu schützten sowie der hohen geforderten Energieeffizienz machte die Projektierung sowie die Zertifizierung sehr anspruchsvoll.

Umso erfreulicher ist es, dass das Gebäude trotz aller Herausforderungen als Passivhaus gebaut und zertifiziert werden konnte, da es sich als die optimale Lösung für die hohen Anforderungen an das Raumklima, bedingt durch die wertvollen Kunstwerke, erwiesen hat.

Die Auszeichnung mit dem bedeutenden Deutschen Architekturpreis zeigt auch, dass sich sehr hohe Energieeffizienz in Form des Passivhaus-Standards und herausragende Architektur keineswegs ausschließen.

  • Kunstmuseum Ravensburg (Bild: Roland Halbe)
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