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(Vlnr.:) EnBW-Vorstand Dr. Dirk Mausbeck, EnBW-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis, Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, Illwerke-Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer und Illwerke-Vorstand Dr. Christof Germann

Erfolgreiche Partnerschaft offiziell verlängert: Illwerke kooperieren langfristig mit EnBW Energie Baden-Württemberg AG

15. Juni 2012 | 12:41 Autor: illwerke vkw Vorarlberg

Bregenz (A) Mit der Vertragsunterzeichnung durch Eigentümervertreter Landeshauptmann Mag. Markus Wallner sowie die beiden Vorstände, Vorsitzender Dr. Ludwig Summer und Dr. Christof Germann auf der einen Seite und Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis sowie Vorstand Dr. Dirk Mausbeck auf der anderen Seite, besiegelten die Vorarlberger Illwerke AG und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG die Verlängerung der erfolgreichen energiewirtschaftlichen Partnerschaft bis 31. Dezember 2041. 

Mit der Verlängerung des „Illwerke-Vertrags“ vereinbarten die Parteien die gemeinsame Errichtung des Obervermuntwerks II, eine neue, unterirdische Triebwasserführung für das Obervermuntwerk sowie die Errichtung des geplanten Rellswerks.

„Die maßgeblichen Grundsätze – beispielsweise „dem Lande die Führung“, „dem Lande den Nutzen“ oder „auf sicherem Boden“ – des Landes Vorarlberg wurden bereits vor 90 Jahren, am 14. Mai 1920, im Landtag festge-legt. Unter diesem Credo wurden in den folgenden Jahrzehnten vor allem auch im Bereich der Energiewirtschaft Entscheidungen getroffen, die uns heute selbstbewusst und zuversichtlich in unsere Energiezukunft blicken lassen. Eine wesentliche Entscheidung war dabei die enge Kooperation mit der EnBW und ihren Vorgängergesellschaften.

Diesen klugen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Die heute besiegelten Vereinbarungen beinhalten nicht nur Kontinuität sondern auch Fortschritt. Sie bedeuten unter anderem ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro, was eine beachtliche Wertschöpfung für unser Land bedeutet und die Versorgungssicherheit noch weiter erhöht“, begrüßt Landeshauptmann Mag. Markus Wallner die Entscheidung, auch zukünftig eng zusammen zu arbeiten. „Es handelt sich dabei um eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit – die Illwerke sind damit aufgrund der optimalen Risikostreuung für die Zukunft gut abgesichert“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer.

EnBW-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis: „Das neue Pumpspeicherkraftwerk Obervermuntwerk II ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine nachhaltig orientierte Energiewirtschaft und ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Europa.“

Im Rahmen eines Festakts im geschichtsträchtigen Ambiente des „Krafthauses“ in der Hauptverwaltung von illwerke vkw in Bregenz, dankte der Vorstandsvorsitzende der Illwerke, Dr. Ludwig Summer, allen Beteiligten für die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit und erinnerte bei dieser Gelegenheit an einige der wesent-lichsten Meilensteine der Kooperationsgeschichte.

Illwerke-Vertrag 1952
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die vertraglichen Beziehungen zwischen den Illwerken und den deutschen Stromabnehmern Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (RWE) und Energie-Versorgung Schwaben (EVS) im so genannten „Illwerke-Vertrag 1952“ geregelt. Dabei wurden Grundsätze des Landesvertrags 1926 beibehalten und so die weitere Entwicklung der Illwerke auf dem von den Gründern festgelegten Fundament gesichert.

Am 1. April 1990 übernahm die EVS die Einsatzleitung der Kraftwerke der Werksgruppe Obere Ill - Lünersee. Mit der Liberalisierung des Strommarkts 1999 kam es zu einem vollständigen Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft. Die Verbundgesellschaft schied aus dem Vertragsverhältnis aus und die EVS – heute: EnBW Energie Baden-Württemberg AG – übernahm die Bezugsrechte.
Mit Wirkung 1. April 2010 wurde die Handhabung der Strombezugsrechte des Landes Vorarlberg nämlich 50% der Spitzen- und Regelenergie aus der Werksgruppe Obere Ill - Lünersee neu geregelt. Seither üben die Illwerke die Strombezugsrechte für das Land Vorarlberg aus.

Sowohl Rechte als auch Pflichten sind somit zu gleichen Teilen zwischen den Partnern EnBW und Land Vorarlberg bzw. Illwerke aufgeteilt. Ausgangslage für die Kooperation mit der EnBW ist der „Illwerke-Vertrag 1952“. Er wurde mit der heutigen Unterschrift auf Basis der „Handhabungsvereinbarung 2010“ – „ gleiche Rechte - gleiche Pflichten“ – um weitere zehneinhalb Jahre verlängert.
Die Vorarlberger Illwerke AG ist eine eigenständige Gesellschaft unter dem Dach von illwerke vkw. Durch ihre Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke sind die Illwerke in der Lage, Spitzen- und Regelenergie zu erzeugen sowie dem Netz überschüssige Energie zu entnehmen. Damit erfüllen die Illwerke wichtige energiewirtschaftliche Funktionen für die Sicherung der Stabilität der Stromversorgung im europäischen Netz.

  • (Vlnr.:) Illwerke-Vorstand Dr. Christof Germann, Illwerke-Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer, Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, EnBW-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis und EnBW-Vorstand Dr. Dirk Mausbeck
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