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illwerke vkw startet Verkabelungsoffensive

30. April 2012 | 08:06 Autor: illwerke vkw Vorarlberg

Bregenz (A) Neben dem Jahresabschluss der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) war heute eine zukunftsweisende Verkabelungsoffensive Thema in der Aufsichtsratssitzung der VKW. Die VKW hat schon sehr früh damit begonnen, das Niederspannungsnetz und das Netz auf Ebene der Mittelspannung zu verkabeln. Diese vorausschauenden Investitionen in das Netz sind heute ein wesentlicher Grund für die hohe Versorgungssicherheit in Vorarlberg.

Nun will man an diese Tradition auch im Hochspannungsbereich anknüpfen und auf der 110-kV-Ebene, wo eine Verkabelung mittlerweile technisch machbar ist, eine mehrjährige Initiative starten. Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer: „Für die Verkabelung werden jährlich zwei Millionen Euro bereitgestellt. Die Projekte müssen aber klar definierte Kriterien erfüllen.“ So werden nur bestehende Freileitungen verkabelt, die durch zusammenhängendes Bau-/Wohngebiet führen. Zudem werden Verkabelungsprojekte nur in Verbindung mit anderen Infrastrukturprojekten umgesetzt.

Auch das Alter der bestehenden Freileitung und die technische Machbarkeit im konkreten Fall sind wichtige Kriterien. Vorstand Dr. Christof Germann: „Entscheidend für die Realisierung ist natürlich auch, dass die Projekte bewilligungsfähig sein müssen und dass die Dienstbarkeiten für die Trassenführung gewährleistet sind. Dabei wird die Unterstützung der betroffenen Gemeinden wichtig sein.“

Eine Analyse der bestehenden Freileitungen hat ergeben, dass in Summe landesweit rund 30 Kilometer Systemlängen für eine Verkabelung in Frage kommen. Dr. Summer: „Wir rechnen mit Kosten von rund 700.000 bis eine Million Euro pro Kilometer Systemlänge. Die Maßnahmen werden sich also über mehrere Jahre erstrecken.“ „Nicht betroffen von der Verkabelung sind Freileitungen auf der 220-kV- und auf der 380-kV-Ebene“, stellt Dr. Germann klar, „das entspricht heute noch nicht dem technischen Standard und ist wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Konzernergebnis leicht angestiegen
Der Konzerngewinn vor Ertragsteuern der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) beläuft sich im Jahr 2011 auf 43 Millionen Euro gegenüber 40,2 Millionen Euro im Vorjahr. Die Umsatzerlöse des VKW-Konzerns betragen im Jahr 2011 449,2 Millionen Euro und erhöhten sich damit gegenüber dem Vorjahr um 6,75 Millionen Euro. Auf das Segment Strom entfallen dabei 370,8 Millionen Euro nach einem Vorjahreswert von 363,20 Millionen Euro.

Der gesamte Stromumsatz der VKW als Stromlieferant belief sich auf 4.204,1 Millionen Kilowattstunden (kWh), was einer Abnahme von rund 2,7 Prozent entspricht. Die Stromaufbringung der VKW setzt sich aus der Erzeugung aus eigenen Wasserkraftwerken und aus Bezügen von Wasserkraftwerken, an denen das Unternehmen Strombezugsrechte hat, zusammen. Sie wird ergänzt aus Zukäufen im Stromhandel, aus Strombezügen von Kleinkraftwerken und aus den Pflichtabnahmemengen an gesetzlich gefördertem Ökostrom.

Im Jahr 2011 lag die Stromeigenaufbringung bei 1.121,8 Millionen kWh. Mit einer Eigenerzeugung von 406,3 Millionen kWh wurde der Vorjahreswert um 15 Prozent unterschritten. Die Eigenerzeugung lag damit aufgrund der extremen Trockenheit um 30,8 Prozent unter dem Wert des Regeljahres.

Nach zwei Jahren, in denen die Stromabgabe im Industriesegment durch die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise starken Veränderungen unterworfen war, ergab sich 2011 eine Erhöhung von ca. ein Prozent für die Vorarlberger Industriekunden. Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer: „Es war damit 2011 keine signifikante Veränderung durch die europäische Schuldenkrise feststellbar.“ Insgesamt reduzierte sich die Netzabgabe der VKW in Vorarlberg und im Allgäu im Geschäftsjahr 2011 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Durch Optimierungen im Stromhandel konnte trotz einer Eigenaufbringung unter Regelwerten das Ergebnis gehalten werden. Der Gewinn vor Ertragsteuern ist auf 42,98 Millionen Euro gestiegen. Nach Abzug der Ertragsteuern von 9,9 Millionen Euro war im Berichtsjahr ein Konzerngewinn nach Ertragsteuern von 33,1 Millionen Euro gegenüber 29,9 Millionen Euro im Vorjahr auszuweisen.

Die Erwartung für den Stromabsatz in Verbindung mit der Eigenaufbringung und der aktuellen Entwicklung der Stromhandelspreise sowie die höheren geplanten Instandhaltungsaufwendungen lassen für das Geschäftsjahr 2012 ein im Vergleich zum Berichtsjahr 2011 verringertes Ergebnis erwarten.

Kennzahlen 2011 des Konzerns Vorarlberger Kraftwerke AG
Bilanzsumme 653,24 Mio. EUR
Umsatzerlöse 449,25 Mio. EUR
Gewinn vor Ertragsteuern 42,98 Mio. EUR
Gewinn nach Ertragssteuern 33,08 Mio. EUR
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 26,71 Mio. EUR
Stromumsatz 4.204,1 Mio. kWh
Mitarbeiter (im Jahresschnitt) 736 inkl. 55 Lehrlinge

    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

    Weidachstr. 6, 6900 Bregenz
    Österreich
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