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Obervermuntwerk II: Genehmigungsantrag und Umweltverträglichkeitserklärung eingereicht

14. Oktober 2011 | 11:42 Autor: vkw Vorarlberg

Bregenz (A) Die Vorarlberger Illwerke haben beim Amt der Vorarlberger Landesregierung mit Stichtag Freitag, den 14. Oktober 2011 die Unterlagen zur Durchführung des Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahrens (UVP-Verfahren) für das geplante Obervermuntwerk II eingereicht.

„Bereits das freiwillige Vorprüfungsverfahren basierte auf einem intensiven Dialog mit den zuständigen Behörden, Gutachtern und involvierten Gemeinden. Dadurch konnten und können wir die höchstmögliche Transparenz gewährleisten und zusätzliche Anregungen direkt in die Umweltverträglichkeitserklärung und die Projektierungsunterlagen einfließen lassen“, so Dr. Ludwig Summer, Vorstandsvorsitzender der Vorarlberger Illwerke AG. In den kommenden Wochen werden die eingereichten Unterlagen begutachtet und geprüft. Behörden und Standortgemeinden haben die Möglichkeit zur Stellungnahme. Zusätzlich liegen die Unterlagen zur allgemeinen Einsicht auf. Nach der Erstellung eines Umweltverträglichkeitsgutachtens erwarten die Einreicher im Frühjahr 2012 das mündliche Verfahren als Basis für einen Genehmigungsbescheid.

Das Obervermuntwerk II soll im Bereich Vermunt, auf 1.800 Metern Seehöhe im Montafon entstehen. Das geplante Kraftwerk soll zur Gänze im Berginneren, als Parallelkraftwerk zum seit 1943 bestehenden Obervermuntwerk, errichtet werden. Künftig wird damit die erneuerbare Wasserkraft aus dem Silvrettasee vom bestehenden Obervermuntwerk zur Energieerzeugung und zusätzlich vom neuen Obervermuntwerk II zur Pumpspeicherung genutzt. Das neue Pumpspeicherkraftwerk optimiert die wasserwirtschaftliche Situation der Werksgruppe „Obere Ill-Lünersee“ und stellt nachhaltige Leistung im Turbinen- sowie im Pumpbetrieb jederzeit bereit. Als 100 Prozent regelfähiges Pumpspeicherkraftwerk ist das Obervermuntwerk II ein wichtiges Zahnrad zur Integration erneuerbarer Energie vor allem von neuen Windkraftanlagen in Deutschland. In windstarken Zeiten kann das Kraftwerk nicht übertragbare Leistung aufnehmen und in windarmen Phasen Spitzenkapazität zur Verfügung stellen. Auch die bekannte dena-Netzstudie II der deutschen Energieagentur kommt zum Ergebnis, dass sich Pumpspeicherkraftwerke „durch eine hohe Systemqualität im Hinblick auf ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit“ auszeichnen und damit unerlässliche Faktoren zum erfolgreichen Ausbau regenerativer Energieträger sind.

    vkw illwerke | Vorarlberger Kraftwerke AG

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