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Florian Becke (CAST), Edeltraud Stiftinger (AWS), Florian Föger (CYPRUMED) und Andreas Braun (Destination Wattens GmbH) (von li.) präsentierten im Rahmen des vierten Start-up Days den ersten Tiroler Start-up Szenemonitor, eine Befragung, die Einblicke in die derzeitige (Gemüts-)Lage der Tiroler GründerInnen und Gründungsinteressierten gibt. (Foto: pro.media)

Start-up day 2015: Erster Tiroler Start-up Szenemonitor präsentiert

12. Juni 2015 | 09:50 Autor: pro.media kommunikation Startseite, Tirol

Innsbruck (A) Beim vierten Start-up Day, Westösterreichs größtem Netzwerktreffen für Start-ups und Gründungsinteressierte, wurde erstmals der Tiroler Start-up Szenemonitor präsentiert: Die Stimmung bei den Tiroler GründerInnen ist gut, über 80 Prozent rechnen damit zu wachsen. Gründerin Conny Lohmann aus der Start-up-Hochburg Berlin erzählte in ihrer Keynote vom „Luxus des Gründens“, auch österreichische Start-ups gaben Einblicke in ihre Erfolgsgeschichten.

Der Start-Up Day wurde 2012 ins Leben gerufen und ist aus einer Kooperation zwischen dem CAST – Center for Academic Spin-offs Tyrol – und der aws – Austria Wirtschaftsservice – hervorgegangen. Der einmal pro Jahr in der Villa Blanka stattfindende Tag dient einerseits als Plattform für Start-ups sowie Gründungsinteressierte und soll andererseits angehenden GründerInnen und kreativen Köpfen Ansporn für ihre Unternehmung sein. „Uns war es ein Anliegen, einen jährlichen Fixpunkt in Westösterreich zu schaffen, der den Themen Gründung und Entrepreneurship Raum gibt. Wir sehen den persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten und erfahrenen GründerInnen als enorm wichtig an“, betont Florian Becke, Geschäftsführer von CAST, dessen Team das Ziel hat, Menschen mit innovativen Ideen aus Forschung und Technologie zu fördern und dafür auf interdisziplinäre ExpertInnen aus den unterschiedlichsten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fachbereichen zurückgreifen kann. CAST berät, unterstützt und begleitet IdeenträgerInnen auf ihrem Weg von der spannenden Geschäftsidee zum erfolgreichen Business am Standort Tirol.

Start-Up Day als Plattform und Netzwerk
Der Start-up Day präsentiert erfahrene Gründungspersönlichkeiten sowie die erfolgreichsten österreichischen Start-ups und macht diese sicht- und angreifbar. Mit dabei sind unter anderen Thomas Primus von FoodNotify (App zur Auflistung von Allergenen), Cloed Baumgartner von LIEBLINGSBRAND (One-Stop-Shop für alle Produkte und Dienstleistungen aus den österreichischen Creative Industries) und Florian Föger von CYPRUMED®, einem pharmazeutischen Unternehmen aus Tirol, das die orale Medikamentation für therapeutische Polypeptidwirkstoffe wie z.B. Insulin entwickelt.
„Jeder setzt seine Ideen auf eine andere, ganz eigene Art und Weise um. Bei der Veranstaltung erwarten die BesucherInnen Profis als Gesprächspartner, die ihre persönliche Erfolgsgeschichte wiedergeben, mitunter aber auch das Thema Scheitern aufgreifen. Wer beim Start-up Day vor Ort ist, kann somit Input sammeln, wie eine Unternehmensgründung gelingen kann und wie man die Herausforderungen meistert“, betont Florian Becke.

„Ideen zünden Zukunft“: Mut zu gründen
Intention des Zusammentreffens ist, ganz dem Motto „Ideen zünden Zukunft“ entsprechend, vor allem die Kreativität und den Mut zur Umsetzung anzukurbeln.

„Die aws steht voll hinter den Zielen der Veranstaltung: Bewusstsein für Gründung und Entrepreneurship schaffen, den TeilnehmerInnen Raum für Erfahrungsaustausch geben, Wissen zu Start-up-relevanten Themen vermitteln und das Networking der einzelnen Akteure forcieren“, sagt Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin der aws. „Die aws ist Partner für die heimischen GründerInnen. Wir unterstützen mit unterschiedlichen Programmen, Förderungen oder Coachings von der ersten Idee bis hin zur Internationalisierung“, so Stiftinger weiter. Alleine im Jahr 2014 hat die aws knapp 200 Millionen Euro an österreichische Start-ups transferiert, insgesamt unterstützt die aws rund 10 Prozent aller heimischen Start-ups. Pro Jahr sind das mehr als 2.500 Projekte.

„Wir haben in Tirol glücklicherweise eine sehr dynamische, vitale Gründungslandschaft – eine Szene, die in jeder möglichen Form gestärkt und unterstützt werden muss. Der Start-up Day von CAST und aws ist dahingehend ein Leuchtturmprojekt, bringt er doch jedes Jahr erfahrene UnternehmerInnen, Neu-GründerInnen und Gründungswillige zusammen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren“, bekräftigt Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Das abwechslungsreiche Programm bestreiten heuer 24 Gründungspersönlichkeiten, darunter Key Note Conny Lohmann von ASK HELMUT, einer Event Discovery Plattform aus der deutschen Start-up-Hochburg Berlin. Fünf Business Sessions zu aktuellen Start-up-relevanten Themen wie „Crowdfunding“, „Branding für Start-ups“ oder „User Experience Design“ stehen ebenso auf der Agenda wie interaktiver Erfahrungsaustausch mit einigen der erfolgreichsten österreichischen Start-ups.

Erster Szenemonitor Tirol
Erstmals wurde heuer im Vorfeld des Start-up Day eine Befragung durchgeführt, um einen Einblick in die derzeitige (Gemüts-)Lage der Tiroler GründerInnen und Gründungsinteressierten zu bekommen. Dabei geht es unter anderem darum, wie die Akteure den Gründungsstandort Tirol bewerten, wie es mit Finanzierungsmöglichkeiten aussieht und wie das Klima für Unternehmensgründungen in Tirol im Allgemeinen ist. 146 Personen füllten im Mai den Online-Fragebogen aus, wobei 72 % der Befragten bereits ein Unternehmen gegründet haben oder konkret eine Gründung beabsichtigen.

Aufschlussreiche Ergebnisse
Bei der Frage nach der Motivation für eine Gründung gaben 84 % die Verwirklichung der eigenen Idee als Antwort an, 68 % selbstbestimmtes Arbeiten. Die Befragten sehen sich dabei größtenteils als Umsetzer (44 %) und Visionäre (34 %). Immerhin 81 % der Tiroler Start-ups rechnen laut Szenemonitor damit, in den kommenden fünf Jahren stark bzw. moderat zu wachsen.

Tirol als Gründungssandort wird (Skala von 1 – 6) mit durchschnittlich 3,84 bewertet, die Vorteile liegen demnach vor allem in der hohen Lebensqualität und der Gründungsunterstützung und der Lage mit Nähe zu großen Märkten. Die Wichtigkeit einer dynamischen Start-Up-Szene für das Gelingen einer Gründung wird (Skala von 1 – 6) durchschnittlich mit 4,8 bewertet. Jede/r Zweite gibt an, in Zukunft einen aktiven Beitrag zur positiven Entwicklung der Tiroler Start-up-Szene beitragen zu wollen. Beachtliche 81% der Befragten sehen die Start-up-Community hierzulande als stark wachsend bzw. wachsend. „Die Ergebnisse dieses ersten Szenemonitors zeigen ganz klar, dass das Gründungs-Netzwerk in Tirol durchaus stark ist und auch an die Qualität des Standortes sowie das weitere Wachsen der Szene glaubt. Auch die Fördermöglichkeiten und die Zukunftsaussichten für Start-ups werden sehr positiv bewertet. Das stimmt uns sehr optimistisch und ist gleichermaßen Ansporn, weiterhin optimale Rahmenbedingungen für junge Unternehmen zu schaffen“, erläutert Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

  • Intention des Start-up Days, ganz nach dem Motto "Ideen zünden Zukunft" ist es die Kreativität und den Mut zur Umsetzung von eigenen Geschäftsideen anzukurbeln.
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  • "Ideen zünden Zukunft" war das diesjährige Motto des Start-up Days. (Fotos: CAST / E. Kaiser)
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