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Franz Wintersberger

Franz Wintersberger: Geh einfach los!

23. November 2015 | 10:10 Autor: cross m Österreich, Vorarlberg, Tirol, Wien, Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Oberösterreich

Jeder Mensch möchte ein Gewinner sein. Doch statt jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorne zu machen, stellen sich die meisten immer wieder ihren negativen Projektionen. Da werden zurückliegende Erfahrungen zu Wahrheiten, die die zukünftige Realität bestimmen, noch bevor ein einziger Schritt getan wurde. Und das führt nicht selten dazu, dass dieser ganz ausbleibt. Dass man stehen bleibt, statt voranzugehen. Die Motivation für eine erfolgreiche Zukunft strickt sich nun mal nicht aus Grübeln und Jammern. Im Gegenteil, das lähmt.

Fast immer ist es die Denkweise über ein Ereignis, nur selten das Ereignis selber, das auf die Verliererseite führt. Und dabei geht es keineswegs darum, feststehende Tatsachen, tragische Ereignisse oder schlechte Voraussetzungen zu negieren, nein. Sondern es geht um den Raum, den ich einer negativ ausufernden Denke gebe. Die irgendwann nicht nur den Punkt bejammert, sondern darüber hinaus Fragen stellt, wie: Warum trifft es immer mich? Warum ist das Schicksal so grausam zu mir? Was habe ich nur verbrochen? Warum bin ich schon wieder „dran“? Kann es nicht nur einmal alles so laufen, wie ich es mir wünsche? Derartig negativ besetzte  Aussagen brennen sich im Hirn ein. Mit so einer Gedankenflut blockierst du deine Denkweise nach vorne. Das wirkt immer destruktiv und öffnet Ausreden Tür und Tor. Das vergeudet Energie, um Versagen zu begründen und führt mitunter sogar dazu sich einzureden, das Vorhaben sei sowieso nicht so wichtig gewesen. Das haben eh schon so viele vor mir probiert, da haben schon ganz andere das Handtuch geworfen, warum sollte es dann ausgerechnet bei mir funktionieren?

Hinzu kommen die tröstenden, bemitleidenden und vor allem warnenden Stimmen sogenannter Freunde und die Self Fulfilling Prophecy ist perfekt!
Mit dieser Denkweise verlierst du den Glauben an dich selbst.

Falscher Weg! Statt dessen ist es wichtig, die Stolpersteine nicht etwa gedanklich wegzudrücken, sondern ganz genau anzusehen und vor allem anzunehmen. Sie in die Denke zu integrieren, ohne ihnen den kompletten Raum zu überlassen.

Was unterscheidet Verlierertypen von Gewinnertypen?
Der Verlierer ist ein Möchtegern der alles haben will, aber nicht bereit ist, auch mal den steinigen Weg zu wählen oder einen gewissen Preis zu bezahlen; er setzt sich Ziele, die leichter zu erreichen sind,  nur um für kurze Zeit Aufmerksamkeit zu bekommen, klappt jedoch bei der ersten Hürde zusammen. Ein Verlierer findet jede Mengen Ausreden, aber keine Lösung  und freut sich bereits auf halbem Weg überhaupt so weit gekommen zu sein! Er fällt immer einmal mehr um, als er wieder aufsteht.

Der Gewinner wartet nicht auf morgen, er lebt im Jetzt und beweist es, indem er losmarschiert. Das Leben wartet auch nicht. Machst du es nicht, tut es ein anderer. „Geh einfach los!“  bedeutet nicht, lauf geradewegs und unkontrolliert ins Dunkel, sondern nehme dein Ziel geradewegs ins Visier. Auch die Planung ist schon ein erster wichtiger Schritt. Um so fundierter, umso leichter die Umsetzung. Und doch merken wir beim Ausführen unseres Plans: Das Leben gibt mir immer wieder neue Impulse beim Tun. Das kennzeichnet die Macher, und ermöglicht  ihnen während des tuns  Richtungsänderungen. Ein Macher erwartet keine Wunder und deshalb wartet er auch nicht darauf. Er weiß, dass es nichts geschenkt gibt. Und deshalb sind die Macher meistens Gewinner, die sich nicht vom Weg abbringen lassen.
Ein Siegertyp stellt sein Anliegen immer in den Mittelpunkt, schafft sich sein Umfeld so, dass es zu seinem Ziel passt und findet auf seinem Weg zum Ziel die Menschen die ihm  helfen, erfolgreich zu werden.

Der Gewinner macht auch dann noch weiter, wo andere schon längst aufgegeben haben. Er feiert kleine Etappen-Ziele durchaus, aber er wird nicht ruhen, bevor er sein Endziel erreicht hat. Da er sich bereits vor dem Erreichen seines Ziels mit der Erfolgssituation mit offenem Visier befasst, ja es visualisiert hat. Ein Scheitern kommt darin nicht vor und so zieht er daraus seine Eigenmotivation,  vermittelt sich selber das Gefühl, dass er es schaffen wird.

Einige Tipps helfen dabei:

1. Suchen Sie sich die richtigen Unterstützer
Das sind Menschen, die Sie nicht nur mit warmen Worten aufbauen, sondern die mit wirklicher Expertise an Ihrer Seite stehen und weder einen repressiven, noch euphorischen Blick auf die Situation haben. Die Ihnen weder nach dem Mund reden, noch alles „totquatschen“, sondern Ihnen mit entsprechendem Background sachlich fundiert den Sattel fürs Pferd festzurren.

2. Steigen Sie aus Ihrer Rolle aus - auch wenn Sie Zerrissenheit plagt
Erfolg hat seinen Preis, stellen Sie sich darauf ein! Es wird negatives Feedback und Rückschritte geben. Krisenzeiten werden zu Zweifeln führen.
Und Erwartungen von Familie, Freunden oder Chefs können nicht mehr erfüllt werden. Es ist ganz alleine Ihr Leben und Ihr Ziel, nicht das der anderen. Dann heißt es, gelassen zu bleiben und nicht in etwaige alte Muster zu verfallen. Die Zeit der Rollenklischees ist vorbei. Überlassen Sie das Schauspielern anderen. Es ist Ihr Stück! Und Sie spielen zunächst mal nicht für Applaus. Doch kommt er dann, ist er umso wertvoller.

3. Überwinden Sie Ihre Grenzen und verankern Sie das Erfolgsgefühl
Die meisten Hürden  sind selbstgemacht. Sie existieren vornehmlich in unserer Gedankenwelt von Gestern, und sind nicht real. Deshalb halten Sie den klaren Blick auf die Möglichkeiten und Chancen gerichtet und nicht auf die Grenzen und Risiken. Das fest verinnerlichte Gefühl, Emotionen die Dich innerlich aufwühlen, ermöglichen Dir an den Erfolg zu glauben, geben Mut, beflügeln und sind ständige Animation zum Weitergehen.

4. Handeln Sie fokusiert, aber bleiben Sie flexibel!
Fokusieren Sie sich auf ein Ziel, aber behalten Sie den Blick für einen gesunden Realitätssinn. Bleiben Sie flexibel. Gerade das ist ein wichtiges Gewinnerinstrument: weder mit dem Kopf durch die Wand, noch ihn in den Sand stecken; wenn sich wirkliche Grenzen auftun, kann es auch mal heißen, diese zu akzeptieren, sich deshalb aber nicht selbst zum Verlierer abstempeln, sondern etwas auf Abstand gehen und neue Kraft für einen neuen Anlauf schöpfen.

5. Gehen Sie los!
Sie sind trotz allem noch unsicher? Ihnen fehlt das Zutrauen? Die eigenen gesetzten Aufgaben erscheinen plötzlich wie turmhohe Herausforderungen? Obwohl alles geplant, Experten das Go! gegeben haben und das Ziel schon fast zum Greifen nahe ist? Das ist nicht unnormal. Machen Sie sich das bewusst. Angst kann Leben retten, doch hier steht kein menschenfressender Tiger vor Ihnen, sondern nur Ihre eigenen Glaubenssätze und die – die werfen Sie nun über Bord, indem Sie losmarschieren – JETZT!

Kurz-Biographie

Franz Wintersberger, Jahrgang 1963, ist Race Across America-Sieger in der Altersklasse 50+, nahm erfolgreich an weiteren Ultra-Radrennen teil, bewährte sich als Triathlon-Ironman in Klagenfurt, Lanzarote und Hawaii und machte auch abseits seiner extremsportlichen Leistungen auf sich aufmerksam. Der Österreicher, der sich beruflich in einer leitenden Position eines Bauunternehmens befindet und privat glücklicher Familienvater ist, veröffentlichte 2015 sein Buch „Geh einfach los…“ und beschreibt darin seinen Weg an die Spitze, ohne sich selbst untreu zu werden.

Buchtipp: "Geh einfach los..."
Eigentlich hätte er Landwirt werden und im beschaulichen Freundorf im oberösterreichischen Mühlviertel den Hof der Eltern übernehmen sollen. Doch Franz Wintersberger entschied sich anders, heuerte bei einer lokalen Baufirma an und schlug dort eine beachtenswerte Karriere ein, indem er sich von einer Hilfskraft auf den Baustellen zum Baumarktleiter hocharbeitete. Doch nicht genug. Als Wintersberger 30 Jahre alt war und erkannte, ein körperliches Wrack zu sein, begann er mit dem Laufsport und lief Marathons, fügte in der Folge Schwimmen und Radsport hinzu und bestritt Ironman-Wettbewerbe in Kärnten, auf Lanzarote und auf Hawaii und hatte immer noch nicht genug. Nun taten es ihm die Nonstopp-Radrennen an, er bestritt das Race Around Austria und gewann 2013 das Race Across Amerika (RAAM) in der Altersklasse 50+. 20 Jahre, nachdem er einen Dauerlauf über wenige Kilometer nach 1000 Metern mit hochrotem Kopf abbrechen hatte müssen. Der Motivationsredner spricht in seinem Buch über seinen Lebensweg, aber auch über Teamwork und Einzelgängertum, Ernährung und Doping, Zeitmanagement und Sinn und Unsinn des Tuns, Gedanken und Wahrheiten, Krisen und Herausforderungen. Und er beschäftigt sich mit der Generation 50+ und sagt aus tiefster Überzeugung. Die 50 ist nichts anderes als eine Zahl. Wie 48 oder 53 auch. Der Titel des Buches Geh einfach los ist Programm. Man möge nicht alles immer und immer wieder zerdenken, sagt Wintersberger, sondern auch ins Tun kommen. Enthalten im Buch sind Tagebuchaufzeichnungen der RAAM-Kampagne 2013 vom damaligen Teamleiter Dr. Michael Stöbich.

Franz Wintersberger: Geh einfach los...
250 Seiten, gebundene Ausgabe
€ 24,90
ISBN 978-3-902480-35-4
EGOTH-Verlag

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