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von li nach re: KR Ewald Münzer, Ewald-Marco Münzer, Michael Münzer, Dr. Kari Kapsch (Verleihung der Urkunde anlässlich 25 Jahre Unternehmensgründung durch die Wirtschaftskammer Wien)

Münzer Bioenergie: 25 Jahre Energie aus Abfall

08. September 2016 | 16:26 Autor: Münzer Bioindustrie Österreich, Steiermark, Wien

Wien (A) „Der Unterschied zwischen dem was wir tun, und was wir tun könnten würde unsere Probleme lösen. Also der Unterschied zwischen darüber reden und es wirklich anpacken. Vor 25 Jahren hat es unser Vater angepackt und den Grundstein für die Münzer Bioindustrie GmbH gelegt. Heute sind wir im Europäischen Spitzenfeld der Produzenten von abfallbasiertem Biodiesel und in der Entsorgung von Altspeisefett“, sagt Ewald-Marco Münzer, gemeinsam mit seinem Bruder Michael geschäftsführende Gesellschafter der Münzer Bioindustrie GmbH heute, Donnerstag, anlässlich des Firmenjubiläums 25 Jahre Münzer und 10 Jahre Biodieselproduktion in Wien.

Positive Effekte auf Umwelt und Wirtschaft
Abfallbasierter Biodiesel hat ein CO2-Einsparungspotential im Vergleich zu fossilem Treibstoff von bis zu 95 Prozent. Der Einsatz von Biodiesel leistet daher einen zentralen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs und damit zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens der Vereinten Nationen. Darüber hinaus hat die heimische Biodieselproduktion enorme volkswirtschaftliche Effekte. „Wie eine Studie der Keppler-Universität Linz belegt, leistet unsere Branche eine jährliche Wertschöpfung von bis zu 870 Mio. Euro und schafft damit mehr als 18.000 Arbeitsplätze“, weiß Ewald-Marco Münzer.

4 Gründe für Biodiesel
„Für Biodiesel sprechen vier zentrale Punkte, die allesamt einen signifikanten Mehrwert  fürUmweltschutz, Energieeffizienz und Wirtschaftsleistung haben“, sagt Ewald-Marco Münzer.
1.   Kampf gegen den Klimawandel, denn wenn man fossile Kraftstoffe schnell ersetzen möchte, bietet vor allem abfallbasierter Biodiesel eine Alternative, die regional verfügbar, technisch erprobt und marktfähig ist.
2.   Biodiesel ein zentraler Bestandteil zur Erhöhung der Versorgungsicherheit. Schließlich reduzieren alternative und erneuerbare Kraftstoffe die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Erzeugerländern und wirkt sich damit direkt positiv auf die Verringerung des Außenhandelsbilanz-Defizit aus.
3. Biodiesel ist eine Reaktion auf den steigenden Energiebedarf durch die effizientere Rohstoffnutzung, denkt man nur an die Verwertung von Altspeisefett zur Biodiesel-Produktion.
4.  Abfälle sind die Rohstoffe der Zukunft und Biodiesel ein hervorragendes Beispiel für eine Kreislaufwirtschaft, die unterschiedliche Bedürfnisse abdeckt.

Biodieselhauptstadt Wien
In Wien entstand 2006 die erste Biodieselanlage in einer Europäischen Hauptstadt. Heute zählt Österreich immer noch zu den Vorreiterländern in Sachen Biodiesel. „Mit der Eröffnung einer der modernsten und größten Biodiesel-Anlagen Europas begann vor zehn Jahren eine bis heute andauernde wirtschaftliche wie ökologische Erfolgsgeschichte. Wir haben damals einen Meilenstein für die Erzeugung des wichtigsten Biokraftstoffs in Österreich gelegt. Unsere Spitzenposition im Europäischen Markt verdanken wir der visionären Pionierleistung unseres Vaters und der Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Ewald-Marco Münzer weiter.

Anlässlich des Firmenjubiläums begrüßten daher die beiden Eigentümer Michael und Ewald-Marco Münzer nicht nur die Europäische Biokraftstoff-Branche, sondern auch zahlreiche Unternehmer aus den vor- und nachgelagerten Bereichen wie Altspeisefett-Sammler und Pflanzenöl-Produzenten, die Mineralölindustrie oder auch Glyzerin-Kunden und Vertreter aus der Düngemittel-Industrie. Als Festredner wurden der Präsidenten der Landwirtschaftskammer Hermann Schultes und der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien Kari Kapsch sowie der Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung Peter Koren begrüßt.

Hermann Schultes, Präsident LK Österreich
„Der heimische Transportsektor ist nach wie vor zu über 90 Prozent vom importierten Erdöl abhängig und dieses kommt meist aus Ländern, die weder unser Demokratieverständnis noch unsere Werte teilen. Umso wichtiger sind heimische Unternehmen, die regional verfügbare Rohstoffe aus gesicherter nachhaltiger Produktion einkaufen und daraus  flüssige Biotreibstoffe erzeugen. Damit sichern sie die Mobilität der Zukunft, insbesondere im Schwerlastbereich. Denn gerade im Verkehrssektor können die Vorteile von Biodiesel, nämlich hohe Energiedichte, geringes Volumen, regionale Verfügbarkeit und Reduktion von Treibhausgasemissionen, optimal genutzt werden“, erklärte Hermann Schultes, Präsident der LK Österreich aus Anlass „25 Jahre Münzer Bioindustrie“.

Schultes weiter: „Bei der Erzeugung von Biotreibstoffen werden gleichzeitig dringend benötigte gentechnikfreie Eiweißfuttermitteln hergestellt. Dieser zweifache Nutzen macht Biotreibstoffe zum wichtigen Teil im Portfolio der erneuerbaren Energieträger in Österreich.“

LK Präsident Schultes dankte abschließend der Familie Münzer, die „mit ihren Produktionsanlagen in Österreich einen wesentlichen Teil des heimisch genutzten Biodiesels erzeugt, damit wirksam die Emissionen im Transportsektor verringern und ein stets verlässlicher Partner für die Landwirtschaft ist.“

Kari Kapsch, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien
Wirtschaftskammer Wien-Vizepräsident Kari Kapsch gratuliert Münzer zu 25 Jahren innovativer Forschung und Produktion „Es ist hier gelungen moderne Technik, zukunftsweisende Forschung und Produkte, die heute gebraucht werden, aber dennoch auch zukunftssicher sind, zu verbinden. Münzer ist für den Standort Österreich ein Vorzeigebeispiel für regionale Wertschöpfung in Kombination mit nachhaltiger Leistungserbringung.  Das machte Münzer erfolgreich in den letzten 25 Jahren und ist auch die Basis für den Geschäftserfolg in den nächsten Dekaden“.

Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung
Es ist evident, dass der Verkehrssektor mit einem Plus von 55% in Österreich den stärksten Anstieg an Treibhausgasemissionen seit 1999 zu verzeichnen hat. Gerade hier sind innovative Lösungen, die rasch durch Unternehmer am Markt verankert werden, gefragt um zukunftsweisende Antworten auf die drängenden Fragestellungen der Energie- und Klimapolitik zu erhalten.

Durch Kraftstoffe mit einem CO₂-Einsparungspotential von bis zu 95% im Vergleich zu fossilen Treibstoffen liefert die Münzer Bioindustrie nun schon seit 10 Jahren eine eben nachhaltige Alternative für konventionelle Mobilitätsformen. Münzer Bioindustrie leistet somit als größter österreichischer Produzent von abfallbasiertem Biodiesel einen wesentlichen Beitrag um die ambitionierten Klimaziele Europas in einen realistischen Kontext zu setzen. Die EU berücksichtigt diese Potentiale in der Strategie, den Anteil ökologischer Biokraftstoffe am Kraftstoffverbrauch bis 2020 um 10% zu erhöhen.

Trotz der zweifellos wachsenden Bedeutung von Elektromobilität bleiben sicher innovative und im Sinne einer kaskadischen Ressourcennutzung produzierte Biokraftstoffe für den Einsatz im Verbrennungsmotor ein essentieller Baustein um den Klimawandel zu begegnen. Münzer Bioindustrie wird nach 25 Jahren Pionierarbeit mit Sicherheit auch in Zukunft ein innovativer Wegbereiter für ökologische Alternativen gerade im Bezug zu fossilen Kraftstoffen bleiben und so ein essentieller Partner auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele sein“, so der Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung Ing. Mag. Peter Koren.

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