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Das PEFC-zertifizierte Säge-, Hobel- und Leimholzwerk in Rohrbach an der Lafnitz (Steiermark, Österreich) verarbeitet jährlich bis zu 350.000 Festmeter Rundholz. Der wertvolle Rohstoff Holz wird zu 100 % restlos und nachhaltig genutzt – bis hin zur thermischen Verwertung der Rinde im betriebseigenen Biomasseheizwerk für die Trocknung des Schnittholzes. Die Produktpalette umfasst maschinell festigkeitssortierte Leimbinderlamellen, Konstruktionsrahmenholz, prismierte Bretter, Verpackungsware und Sägenebenprodukte. Rubner Holzindustrie ist der führende Spezialist für konstruktives Rahmenholz in Europa.

Rubner Holzindustrie ist das modernste und größte Säge-, Hobel- und Leimholzwerk in Ostösterreich

03. März 2021 | 07:51 Autor: Serendipity Startseite, Steiermark

Rohrbach an der Lafnitz (A) Rubner Holzindustrie ist das modernste und größte Säge-, Hobel- und Leimholzwerk in Ostösterreich. Am Standort im steirischen Rohrbach an der Lafnitz werden pro Jahr rund 350.000 Festmeter PEFC-zertifiziertes Rundholz eingeschnitten. Das Unternehmen, einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region, investiert wie auch schon in den vergangenen Jahren in die Modernisierung und Erweiterung des traditionsreichen Standorts.

Holzverarbeitung hat in Rohrbach an der Lafnitz lange Tradition. Bereits im 18. Jahrhundert haben die Jesuiten dort Papier produziert, im 19. Jahrhundert wurde der professionelle Sägewerksbetrieb gestartet. 1996 übernimmt die Rubner Gruppe das ehemalige Palettenwerk und baut es zu einem Sägewerk mit vielschichtiger Weiterverarbeitung aus. Seit 2002 firmiert das Unternehmen schließlich als Rubner Holzindustrie (rhi). Von den rund 1.000 Sägewerken in ganz Österreich wird Rubner Holzindustrie aktuell als Nummer 15 gelistet, als größtes und modernstes Sägewerk in Ostösterreich. Aktuell arbeiten 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon drei Lehrlinge, bei Rubner Holzindustrie. Geschäftsführer Ing. Albert Weissensteiner, MBA, freut sich, dass das Unternehmen auch für die junge Generation attraktiv ist, indem entsprechende Aufstiegschancen geboten werden können: „Und zwar sowohl direkt in der Holzverarbeitung als auch in anderen relevanten Bereichen wie z.B. als Elektriker oder Metalltechniker.“

Führend in Europa
Rubner Holzindustrie gilt als führender Spezialist für konstruktives Rahmenholz in Europa und verarbeitet Rundholz – ausschließlich Fichte und Tanne in den Qualitäten A, B, C, Dx und Dy – zu Holzwerkstoffen für den konstruktiven Holzbau. Die Produkte sind in erster Linie maschinell festigkeitssortierte Leimbinderlamellen und Konstruktionsrahmenholz (Anm.: DUO, TRIO und GL24h). Die zusätzlichen Produkte sind prismierte Bretter, Verpackungsware und anfallende Sägenebenprodukte. Albert Weissensteiner betont die nachhaltige Aufbereitung des natürlichen Rohstoffs: „Das von den Wald- und Forstbesitzern angelieferte Rundholz wird bei Rubner Holzindustrie zu 100 % verarbeitet, da wird nichts weggeworfen.
So werden zum Beispiel die Rinde des Rundholzes und übrige Sägenebenprodukte in unserem betriebseigenen Biomasseheizwerk thermisch verwertet und für die Trocknung des Schnittholzes genutzt.“

Nachhaltige Weiterentwicklungen
Die stetig steigende Nachfrage bedingt entsprechende strukturelle Anpassungen am 14 Hektar großen Betriebsgelände. Mit der Installation einer Photovoltaikanlage am Dach einer Lagerhalle deckt Rubner Holzindustrie einen Teil des benötigten Strombedarfs aus eigener Erzeugung. „Mit dieser nachhaltigen Investition ist es möglich, unser Biomasseheizwerk autark zu betreiben. Damit kommen wir unserem Ziel, das Naturprodukt Holz möglichst ressourcenschonend zu verarbeiten, einen Schritt näher“, erklärt Albert Weissensteiner. Für die wetterfeste Lagerung des bereits getrockneten Schnittholzes wurde eine zusätzliche Halle errichtet – die gesamte Lagerkapazität beträgt nun 40.000 m3. Ergänzend dazu wird 2021 ein vierter Trocknungskanal errichtet. Rubner Holzindustrie ist damit für die Zukunft bestens gerüstet.

Geschäftspartner mit Handschlagqualität
Der Nachhaltigkeitsanspruch zieht sich als „roter Faden“ durch die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens. Ziel ist es, den Holzbedarf vorrangig mit Lieferungen aus dem Wechselgebiet zwischen der Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland zu decken. Gerade dieses Einzugsgebiet zählt zu den waldreichsten Lagen Österreichs und Europas, das Holz wächst stärker nach als es entnommen wird. Rubner Holzindustrie hält engen Kontakt zu rund 1.000 Lieferanten in der Region – vom Landwirt mit einem kleinen Waldstück bis zum großen Forstbetrieb. Aufgrund der hohen Nachfrage gilt das Unternehmen bei Lieferanten als zuverlässiger Abnehmer mit Handschlagqualität. Das bestätigt DI Andreas Stadler, der bei Rubner Holzindustrie für den Rundholz-Einkauf verantwortlich ist: „Wir haben mit Geschäftspartnern zu tun, die in Generationen denken. Da sind transparente Abwicklungen die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit. Gleichzeitig unterstützen wir heimische Produzenten, halten die Transportwege und -kosten gering und leisten damit – neben weiteren Maßnahmen wie unserer neu errichteten Photovoltaikanlage – einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Regionale Wertschöpfung, 100 % Transparenz
Nachhaltigkeit und Transparenz sind bei Rubner Holzindustrie fixe Bestandteile der gelebten Philosophie. „Die Steigerung der regionalen Wertschöpfung und die Verantwortung für die Erhaltung der Lebensräume blieben von Anfang an oberste Zielsetzungen des Unternehmens. Der ressourcenschonende Umgang mit dem Naturprodukt Holz ist uns im Hinblick auf eine nachhaltige Verwendung sehr wichtig“, so Albert Weissensteiner. Das Unternehmen ist PEFC-zertifiziert und verpflichtet sich damit zur Beschaffung und Verarbeitung von Holz aus ausschließlich aktiv, nachhaltig und klimafit bewirtschafteten Wäldern. Auch bei der Anlieferung der Stämme, ihrer Klassifizierung und der automatischen 3D-Vermessung sind sämtliche Arbeitsschritte zu 100 % nachvollziehbar und dokumentiert. Die elektronische Übernahme auf dem Werksgelände erfolgt auf Basis der ÖHHU, ÖNORM L1021 und dem MEG (Maß- und Eichgesetz) – die Anlagen werden laufend durch interne Spezialisten überprüft und alle zwei Jahre offiziell geeicht. Zusätzlich garantieren die auf die Produkte der Rubner Gruppe abgestimmten Umwelt-Produktdeklarationen (EPD – Environmental Product Declaration) die volle Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus und ermöglichen so eine Nachhaltigkeitsbewertung der daraus entstehenden Bauwerke.

Produktion und Lagerhaltung
Rund 350.000 Festmeter Rundholz werden jährlich von Rubner Holzindustrie verarbeitet. Nach der Klassifizierung und Sortierung der Stämme wird das Rundholz in der Säge höchst effizient geschnitten. Das frische Schnittholz wird in vier Trockenkanälen sowie zehn Trocknungskammern auf den optimalen Feuchtigkeitsgehalt gebracht und – je nach Bedarf – weiter veredelt. Hobeln, maschinell Festigkeitssortieren und Verleimen zu bis zu 13 Metern langen Duo- oder Triobalken sind die weiteren Produktionsschritte am Werksgelände. Ziel ist es, flexibel auf Kundenwünsche eingehen zu können, wie Manuela Prenner, MA, betont, die den Verkauf verantwortet: „Rubner Holzindustrie verfügt über temperierte Lagerhallen für rund 25.000 m3 Schnittholz in Standarddimensionen für die Leimbinderproduktion. Indem wir dieses Holz verfügbar halten, können wir auch kurzfristig auf Kundenanfragen reagieren und entsprechend zielgerichtet produzieren.“

Regional und global zugleich
Bei Rubner Holzindustrie in Rohrbach an der Lafnitz sind traditionelle Arbeitsmethoden und digitaler Workflow untrennbar miteinander verbunden. Sowohl die Zuordnung der Stämme im Zuge der Anlieferung als auch sämtliche folgende Arbeits- und Verarbeitungsschritte sind digital hinterlegt. Für das laufende Jahr 2021 ist geplant, dass registrierte Kunden die Holzwerkstoffe rund um die Uhr über den Online-Shop bestellen können. Das Unternehmen versteht sich auch als Bindeglied zwischen heimischen Wurzeln und internationaler Verzweigung. Geschäftsführer Albert Weissensteiner fasst das Spanungsfeld von Regionalität, Globalität und Digitalisierung zusammen: „Wir gelten aufgrund der Unternehmensgröße zwar als Industrie, verfügen aber über die natürliche Erdung und den Bezug zu Forst und Natur und vor allem zur Region. Auch der scheinbare Widerspruch zwischen ‚regional‘ und ‚global‘ ist tatsächlich gar nicht so groß – im Gegenteil. Denn um für die Region da zu sein, brauchen wir den Weltmarkt.“

Daten/Fakten
125 Mitarbeiter, davon 3 Lehrlinge
Einschnittkapazität 350.000 Festmeter Rundholz
Betriebsfläche ca. 14 Hektar
Hallenfläche ca. 30.000 m2
Jahresumsatz rund 50 Millionen Euro
100 % Verwertung des Rundholzes
Weiterverarbeitung zu ca. 35.000 m3 Rahmenholz
PEFC-Zertifizierung
Gegründet 1978, seit 1996 Teil der Rubner Gruppe

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  • Steirisches Holz fand auch den Weg bis nach Asien auf die Philippinen und ist Teil einer einzigartigen Konstruktion: Der Terminal 2 des Mactan Cebu International Airports auf den Philippinen war zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme das erste Flughafengebäude in Asien, dessen Tragwerk und Dachstruktur komplett aus Holz gefertigt wurde. 4.500 m3 Brettschichtholz aus Lamellen von Rubner Holzindustrie aus Rohrbach wurden vom Schwesterunternehmen Rubner Holzbau am Standort in Ober-Grafendorf zu Trägern mit einer Spannweite bis 30 m vorgefertigt und über den Rhein-Main-Donau- Kanal und Antwerpen auf die Philippinen verschifft und montiert.
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  • Geschäftsführer Ing. Albert Weissensteiner, MBA.
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Rubner Holzindustrie Ges.m.b.H.

Obere Hauptstraße 18, 8234 Rohrbach an der Lafnitz
Österreich
+43 3338 2326-0

Details


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