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Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, AT&S CEO Andreas Gerstenmayer, Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschaftslandesrätin Steiermark, Heinz Moitzi, AT&S COO

Innovationsschub für AT&S-Standort Leoben mit 200 zusätzlichen Arbeitsplätzen

20. Juli 2020 | 15:19 Autor: AT&S Startseite, Steiermark

Leoben (A) Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen bis zu 120 Millionen Euro am Standort Leoben-Hinterberg investiert werden, etwa 20 Millionen davon in R&D und etwa 100 Millionen Euro in Maschinen und Prozesse. Bis zu 25 Prozent der Investitionen werden im Rahmen des EU-Programms „IPCEI on Microelectronics“ gefördert. In einem ersten Schritt werden bis Februar 2021 etwa 44 Millionen Euro investiert. „IC-Substrate sind seit Jahren das Kernelement unserer Unternehmensstrategie“, sagt AT&S-CEO Andreas Gerstenmayer.

„IC-Substrate sind Verbindungselemente zwischen Leiterplatte und Chip, sie "übersetzen" die Nano-Strukturen des Chips auf die Mikrometer-Strukturen einer Leiterplatte.“ Die innovativen Technologien in den in Leoben produzierten Cores zusammen mit weiteren Innovationen an unserem Standort in Chongqing ermöglichen einen Leistungssprung bei den Prozessorsystemen. „Unter anderem kann damit der Energieverbrauch im Package gesenkt werden bzw. die Geschwindigkeit der Datenübertragung massiv gesteigert werden“, sagt AT&S-COO Heinz Moitzi. Innovationen wie diese machen viele technische Revolutionen und Digitalisierung erst möglich. Sie sind auch die Basis dafür, dass in Prozessoren hohes Tempo (Stichwort 5G) erreicht wird.

Mit der Investition kann die Produktionskapazität der so genannten IC-Cores um 50 Prozent gesteigert werden. Derzeit werden in Leoben Hinterberg pro Jahr 225.000 Panels produziert, das entspricht einer Fläche von 56.000 m² oder fast acht Fußballfeldern. Nach dem Technologie-Upgrade können knapp 340.000 Panels produziert werden. „Es gäbe weder unsere Werke in China noch gäbe es die Standorte in Österreich, wenn unsere Experten nicht über Grenzen hinweg perfekt zusammenarbeiten und das Know-How bündeln würden“, sagt CEO Andreas Gerstenmayer. „Wir nutzen die Synergien. Viele europäische Unternehmen in unserer Industrie haben ihre Bedeutung verloren, wir dagegen sind in der High-End-Leiterplatten-Industrie nicht nur einer der Weltmarktführer, sondern wir wachsen weiter.“ Das Technologie-Upgrade erfolgt auch im Rahmen des von der EU initiierten IPCEI on Microelectronics-Projekts, das am 8. Juli im österreichischen Ministerrat beschlossen wurde. AT&S ist eines von drei Unternehmen in Österreich, das ab Herbst mit zusätzlichen Förderungen im Rahmen des IPCEIMikroelektronik-Projekts rechnen kann. IPCEI (Important Projects of Common European Interest) stärkt und ermöglicht die Unterstützung von Investitionen in strategisch bedeutende Schlüsseltechnologien in der EU im weltweiten Wettbewerb. Insgesamt werden in Europa 29 Unternehmen mit insgesamt 150 Millionen Euro gefördert.

„Der Investitionsschub von AT&S ist ein wichtiges Signal, dass sich Innovation trotz Krise nicht aufhalten lässt“, sagt Bundesministerin Margarete Schramböck. „Die COVID-19-Pandemie führt uns derzeit vor Augen, wie wichtig Digitalisierung in allen Lebensbereichen ist, von Industrie über Wirtschaft bis hin zur Bildung. Dass es ein heimisches Unternehmen gibt, das mit renommierten internationalen Partnerfirmen daran mitarbeitet, die Digitalisierung voranzutreiben, zeigt, wie viel Know-How es in Österreich gibt.“ „Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,91% steht die Steiermark an der Spitze Europas. In Innovation und technologischem Fortschritt liegt die Zukunft unserer Wirtschaft. Ich bin stolz, dass wir solche international tätigen Unternehmen wie AT&S haben, die auch in Zeiten wie diesen investieren“, sagt der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. „Denn was wir jetzt vor allem brauchen, ist Zuversicht - damit unsere Wirtschaft möglichst schnell wieder in Gang kommt und möglichst viele Arbeitsplätze gesichert sind.“

„AT&S ist ein bedeutender steirischer Leitbetrieb, der mit seinen Produkten und Forschungsaktivitäten wesentlich dazu beiträgt, dass die Steiermark das Innovations- und Forschungsland Nummer eins in Österreich und in der Spitzengruppe in Europa ist. Auch die positive Entwicklung des Stärkefeldes der Mikroelektronik im Süden Österreichs ist untrennbar mit dem Unternehmen AT&S verbunden. Die aktuelle Investition ist ein Zukunftsprojekt, das gerade in der jetzigen Situation für Aufbruchstimmung sorgt. Ich danke Andreas Gerstenmayer und dem gesamten AT&S-Team für dieses starke Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft – First choice for advanced applications AT&S ist ein führender Hersteller hochwertiger Leiterplatten und von IC-Substraten. AT&S industrialisiert zukunftsweisende Technologien für die Kerngeschäfte Mobile Devices & Substrates, Automotive, Industrial und Medical. AT&S verfügt über eine globale Präsenz mit Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring) sowie Werken in Indien (Nanjangud), China (Shanghai, Chongqing) und Korea (Ansan nahe Seoul) und beschäftigte im Geschäftsjahr 2019/20 rund 10.000 Mitarbeiter.

  • AT&S CEO Andreas Gerstenmayer mit Bundesministerin Margarete Schramböck bei der Werksführung
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  • IC Substrate sind das Verbindungsstück zwischen der Nanowelt von Mikrochips und der Mikrowelt von Leiterplatten und ermöglichen leistungsfähige Anwendungen wie Hochleistungsrechner, Notebooks, Tablets, PCs und Smartphones.
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  • Markus Sterba, Director Operations Werk Hinterberg, AT&S CEO Andreas Gerstenmayer, Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Simon Sebanz, COO AT&S Business Unit Automotive, Industrial, Medical, Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschaftslandesrätin Steiermark, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Heinz Moitzi, AT&S COO
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