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Alfred Ferstl (li) übergibt an Norbert Adler (re.) (Foto: Foto Fischer)

Norbert Adler übernimmt die Fachgruppe Spedition und Logistik der Wirtschaftskammer Steiermark

22. Oktober 2019 | 14:05 Autor: WK Steiermark Startseite, Steiermark

Graz (A) Wechsel in der Fachgruppe Spedition und Logistik: Nach zehn Jahren an der Spitze übergibt Alfred Ferstl die Agenden an Norbert Adler, den steirischen Geschäftsstellenleiter von DB Schenker: Nachwuchsförderung, das heiße Eisen „Zollverfahren 4200“ und die Einbindung der Phyrn-Schober-Achse in das Transeuropäische Verkehrsnetz sind nur einige Themen, für die er sich als Obmann stark machen will.

Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt: Norbert Adler, Jahrgang 1967. Nach der Lehre als Spediteur bei Panalpina ist er in der Johann Huber Spedition und Transportgesellschaft in St. Lorenzen im Mürztal vor Anker gegangen, wo er in 28 Jahren das Unternehmen auf seiner Fahrt zu einem innovativen Spediteur entscheidend geprägt hat. Unter anderem trägt auch das Stückgut-Logistik-Netzwerk „Systempo“ und das Paket-Logistik-Netzwerk GLS (früher General Parcel Austria) die Handschrift des neuen Fachgruppenobmannes, der bei beiden in der Gründungsphase an Bord war. Seit 1. Oktober 2018 dirigiert Adler das Logistikunternehmen DB Schenker als Geschäftsstellenleiter und Prokurist in der Steiermark und zeichnet damit für rund 150 Mitarbeiter, darunter 15 Lehrlinge verantwortlich. Der Fachkräftemangel brennt Adler vorrangig unter den Nägeln: „Wir können die abwechslungsreiche Berufswelt des Spediteurs nur noch attraktiver im Licht der Öffentlichkeit verankern, um Jugendliche für einen Beruf mit glänzenden Zukunftsaussichten zu begeistern.“ Zudem wünscht er sich, dass die Befähigungsprüfung dem Bachelor gleichgestellt wird und ausgebildeten Spediteuren mehr Fortbildungskurse in klassischen Ausbildungsstätten wie dem Wifi angeboten werden.

Das Thema Umwelt-und Klimaschutz greift Adler mit großer Offenheit auf: „Wir sind uns in der Branche unserer Verantwortung sehr bewusst und testen längst schon neue Antriebssysteme wie E-Mobility oder Wasserstoff.“ Mehr Güter weg von der Straße auf die Schiene zu bringen, scheitert laut Adler vor allem am politischen Unverständnis in der EU: „Wenn es nicht gelingt, die Phyrn-Schober-Achse in das TEN - Transeuropäische Netzwerk einzubinden, dann schadet das nicht nur der Umwelt, sondern man schneidet heimische Unternehmen von wichtigen Verkehrsadern ab. Die Folge, sie werden abwandern“. Adler wünscht sich von der Politik auch, endlich das Thema Zollverfahren 4200 aufzugreifen: So ist es einem rot-weiß-roten Spediteur nicht möglich, im Drittlandverkehr Importverzollungen bei unmittelbar anschließender Lieferung in einen anderen Mitgliedsstaat durchzuführen (Zollverfahren 4200), ohne seine Existenz auf Spiel zu setzen. „Obwohl der Steuerbetrug in einem anderen Mitgliedsstaat erfolgt, wird dem heimischen Spediteur die   österreichische Einfuhrumsatzsteuer vorgeschrieben, was kurioserweise in anderen EU-Staaten nicht der Fall ist. Kondition holt sich der bekennende Italien-Fan bei Laufen und auf dem Tennisplatz und verbringt die meiste Freizeit im Rahmen der Familie.

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